Samstag, 23. Juni 2018


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Kürzung der Solarförderung gefährdet die Energiewende

BUND Saar fordert die Ministerpräsidentin auf, sich für eine moderatere Kürzung der Solarförderung einzusetzen

Saarbrücken, (lifePR) - Die von den Bundesministern Philipp Rösler und Norbert Röttgen vorgestellte radikale Kürzung der Solarförderung stößt beim BUND Saar auf absolutes Unverständnis. Trotz aller Lippenbekenntnisse zur großen Bedeutung einer schnellen Energiewende beugen sich die verantwortlichen Politiker immer noch dem Druck der großen Stromkonzerne, deren Kohle- und Atomkraftwerke mit jedem Windrad und mit jeder Solaranlage an Wert verlieren, weil Wind- und Solarstrom Vorrang im Stromnetz haben. Es ist unglaublich, dass ausgerechnet der Wirtschaftsminister einen Wirtschaftszweig, der ein enormes Wachstum verzeichnet, zurückdrängen will. Obwohl das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) im Ausland immer größere Anerkennung findet und sehr erfolgreich bei der Einführung der Erneuerbaren Energien war, ist der Widerstand der großen Energiekonzerne nach wie vor ungebrochen. Dabei wird gerne verschwiegen, dass die erneuerbaren Energien mittlerweile den Strompreis niedrig halten.

Grundsätzlich hat der BUND Saar nichts gegen ein moderates und sinnvolles Absenken der Solarförderung mit zunehmender Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Eine radikale Kürzung von 20-30 Prozent in so kurzer Zeit kann jedoch einen Markteinbruch für die deutsche Solarwirtschaft nach sich ziehen, weil die langfristigen Kalkulationen von Hausbesitzern und Investoren nicht mehr aufgehen.

"Die Pläne der Bundesregierung sind ein Riesen-Fiasko für eine zukunftsfähige Energieversorgung in Deutschland, sie bremsen die Energiewende aus. Wir fordern Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer auf, sich im Bundesrat für eine Entschärfung bei der geplanten Kürzung der Solarförderung einzusetzen", so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Der BUND Saar appelliert auch an die saarländischen Bundestagsabgeordneten, diesen Kürzungsplänen im Bundestag nicht zuzustimmen. Der Ausbau der Solarnutzung hat auch im Saarland zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, die nun gefährdet sind.

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