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10 Jahre für die Katz' - BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda feiert 10-jähriges Bestehen mit Fest der Natura 2000-Station "Unstrut-Hainich/Eichsfeld"

(lifePR) (Hütscheroda, )
Heute feiert das BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda sein 10-jähriges Bestehen mit einem Festakt mit der Umweltministerin Anja Siegesmund, dem Ehrenvorsitzenden des BUND Prof. Hubert Weiger, vielen Ehrengästen und noch mehr Besucher*innen. Von 10 bis 18 Uhr warten die attraktive Ausstellung über Wildkatzen, Luchse und das Naturschutzprojekt „Rettungsnetz Wildkatze“, die echten wilden Wildkatzen und Luchse in den Gehegen und ein umfangreiches Programm für die ganze Familie mit dem Nationalpark Hainich, der BUNDjugend, dem Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, der Welterberegion Wartburg-Hainich und der unternehmenseigenen Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeldl auf viele Gäste. 

„In den zehn Jahren seines Bestehens hat sich das Wildkatzendorf Hütscheroda zu einem echten Leuchtturm in der Region entwickelt“, freut sich Dr. Katrin Vogel, Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH. „Rund 30.000 Gästen können wir hier die schönen, wilden Tiere zeigen, über ihre Ansprüche an ihren Lebensraum informieren und zugleich für unsere Verantwortung als Menschen für Natur, Umwelt und die Vielfalt der Arten sensibilisieren.“

„Mit dem Wildkatzengehege, den Wanderpfaden und Monitoringprojekten engagiert sich das Wildkatzendorf Hütscheroda seit Jahren hervorragend und ist in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Anlaufpunkt in der Region geworden. Hier werden Artenschutzprojekte, Regionalentwicklung und sanfter Tourismus vorbildhaft miteinander verbunden. Ich freue mich besonders, dass hier auch junge Menschen ein Freiwilliges Jahr absolvieren können. Gemeinsam konnten wir schon viele Projekte umsetzen und hier unsere erste Natura 2000-Station aufbauen. Ich gratuliere und danke allen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort und wünsche viel Erfolg für die weitere Arbeit.“ sagt Umweltministerin Anja Siegesmund.

„Schon seit vielen Jahren setzt sich der BUND für den Schutz der Europäischen Wildkatze ein, die vorrangig in vernetzten, naturnahen Laub- und Mischwäldern lebt. Zu den wichtigsten Meilensteinen unserer Aktivitäten gehören die Erstellung des Wildkatzenwegeplans, einer Planungshilfe für den Waldverbund in Deutschland, die Errichtung zahlreicher Waldverbindungen in fünf Bundesländern, die Schaffung eines Freiwilligennetzwerkes mit vielen hundert Beteiligten und die Etablierung eines bundesweiten Wildkatzen-Monitorings. Viele dieser Ideen haben ihren Ursprung in Thüringen und wurden durch unseren Wildkatzenexperten Thomas Mölich vorangebracht. Gemeinsam knüpfen wir in mittlerweile 11 Bundesländern ein Rettungsnetz für die Wildkatze. Unser Ziel: Die Wildkatze soll sich neue Lebensräume erobern und sich wieder ausbreiten können. Sie steht dabei stellvertretend für viele andere Waldbewohner. Denn wo sich die anspruchsvolle Wildkatze wohlfühlt, finden auch zahlreiche andere gefährdete Arten eine Heimat. Vom BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda aus wurden viele dieser Initiativen initiiert. Es ist damit zu einer Keimzeile des aktiven Wildkatzenschutzes in Mitteleuropa geworden. Denn dort werden diese Aktivitäten erlebbar und erfahrbar. Daher liegt uns diese Einrichtung ganz besonders am Herzen und ich bin sehr froh, heute hier mit dem engagierten Team und vielen Gästen feiern zu können.“, freut sich Prof. Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

„Schon vor zwölf Jahren riefen wir gemeinsam mit mehreren Partnern das Unternehmen Wildtierland Hainich gGmbH ins Leben. Ziel war die Gründung des BUND Wildkatzendorf Hütscheroda, dessen zehnjähriges Bestehen wir heute feiern. Ab 2016 kam dann die Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld dazu, die heute auch gleich mitfeiert. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Gründungsmenschen bedanken, ohne die diese Einrichtung nicht das wäre, was sie heute ist: Thomas Mölich (BUND-Wildkatzenexperte), Burkhard Vogel (ehemaliger BUND Geschäftsführer), Jürgen Dawo (Vorsitzender der Gesellschaft zur Entwicklung des Nationalparks e.V.), Bernhard Bischof (ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Hörselberg-Hainich), Karola Hunstock (Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal) und Claudia Wilhelm (Gründungsgeschäftsführerin). Der Landesverband Thüringen ist stolz auf unsere Einrichtung hier in Hütscheroda!“, so Robert Bednarsky, Vorsitzender des BUND Landesverband Thüringen e.V.

Hintergrund

Das BUND Wildkatzendorf Hütscheroda und die Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld befinden sich in Trägerschaft der Wildtierland Hainich gGmbH. Das gemeinnützige Unternehmen hat heute 18 Mitarbeitende (inklusive Minijobber), trägt das Wildkatzendorf und die Natura 2000-Station und führt zahlreiche praktische Naturschutzprojekte durch.

Das Wildkatzendorf wurde am 27. März 2012 eröffnet. Im Jahr 2019 wurde die Ausstellung neu gestaltet und das Luchsgehege eingeweiht. Jährlich besuchen rund 30.000 Gäste die Einrichtung. Seit der Gründung haben sich deutlich mehr als eine Viertelmillion Gäste über Wildkatzen, Luchse und das Naturschutzprojekt „Rettungsnetz Wildkatze“ informiert, darunter auch viele Kinder und Jugendliche im Rahmen der Umweltbildung und der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).

Natura 2000 ist das weltweit größte, grenzübergreifende Schutzgebietsnetz. Europaweit hat es den Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen und ihrer Lebensräume zum Ziel. Neben dem behördlichen Naturschutz ist in Thüringen ein Netzwerk von zwölf Natura 2000-Stationen an dessen Umsetzung beteiligt. Ziel ist die Vermittlung zwischen behördlichem und ehrenamtlichem Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft und der Bevölkerung vor Ort. Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) hat die Natura 2000-Stationen eingerichtet und fördert diese. Seit 2019 ist das Netzwerk der Natura 2000-Stationen im Thüringer Gesetz zur Neuordnung des Naturschutzrechts (vom 30. Juli 2019) gesetzlich verankert und somit fester Bestandteil des Naturschutzes in Thüringen. Informationen zum Netzwerk unter www.natura2000-thueringen.de.

Die Ausstellung und die Gehegebereiche des Wildkatzendorfes wurden gefördert als Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL). Aus Mitteln des europäischen ELER-Fonds wird, kofinanziert durch den Freistaat Thüringen, in die ländlichen Gebiete investiert. Auch die praktischen Naturschutzprojekte werden aus diesen Mitteln bzw. aus Mitteln des Vertragsnaturschutzes gefördert. Weitere Förderer sind bzw. waren das Bundesamt für Naturschutz, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Stiftung Naturschutz Thüringen, die Naturstiftung DAVID, die Regina Baur-Stiftung und die Heidehofstiftung.
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