Fünf Jahre nach Fukushima-Katastrophe: BUND Sachsen gedenkt der Opfer und warnt vor Gefahren

(lifePR) ( Chemnitz, )
Morgen jährt sich zum fünften Mal die Nuklearkatastrophe von Fukushima. Am 11. März 2011 kam es in Folge eines schweren Erdbebens zu einer Reihe verheerender Stör- und Unfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima I. Vier von sechs Reaktorblöcken wurden schwer beschädigt, in dreien liefen Kernschmelzen ab und große Mengen radioaktiven Materials wurden freigesetzt; Böden, Wasser und Luft stark kontaminiert. Nach dieser Katastrophe wurde in Deutschland die gerade erst beschlossene Laufzeitverlängerung für den Betrieb der deutschen Atomkraftwerke (AKW) zurückgenommen und der Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 beschlossen, acht AKWs sofort abgeschaltet.

Am morgigen Jahrestag der Katastrophe gedenken BUND-Aktive mit Mahnwachen in Dresden und Leipzig der Katastrophe in Fukushima.

Prof. Dr. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen, resümiert: „Unter dem Schock der Atomkatastrophe in Fukushima, die einmal mehr die Risiken der Atomkraft verdeutlichte, haben Bundesregierung und Bundestag endlich den unverzüglichen Ausstieg aus der Kernenergie in die Wege geleitet, den eine breite Bürgerbewegung jahrzehntelang gefordert hatte. Doch in einer Welt, in der der internationale Terrorismus auf eine Eskalation der Terrorschläge setzt, bleibt die Gefahr durch die Kernkraft weiter präsent. Und radioaktive Strahlung macht nicht vor Staatsgrenzen halt – an Deutschlands Grenzen stehen mit Tihange in Belgien, Fessenheim in Frankreich und Temelin unweit der sächsischen Grenze AKWs, die erst kürzlich mit ihrer Störanfälligkeit Schlagzeilen gemacht haben.“

Wenn 2022 der letzte deutsche Atommeiler vom Netz geht, ist das Kapitel Atomkraft und radioaktive Strahlung für Deutschland noch lange nicht beendet. Noch immer gibt es keine Lösung für die radioaktiven Abfälle – egal ob sie stark, schwach oder fast gar nicht mehr strahlen. Und mit dem Ende der Atomanlagen müssen diese rückgebaut werden – und es entstehen über Jahrzehnte erhebliche Mengen radioaktiver Abfälle, ohne dass es dafür eine geeignete Lagerstätte gäbe. Erst im vergangenen Jahr wurde in Sachsen Atomschutt aus dem ehemaligen AKW Stade deponiert – „freigemessen“, also nur noch leicht strahlend.

Ekardt: „Während in Niedersachsen niemand den Atommüll deponieren wollte, fand sich nur in Sachsen ein geeignetes Plätzchen. Auch sonst stehlen sich die Unternehmen aus der Verantwortung. Die alten Energiekonzerne geraten ins Schlingern und versuchen, durch gesellschaftsrechtliche Tricks uns allen die Kosten der atomaren Entsorgung teilweise aufzubürden, nachdem sie jahrzehntelang bestens am Atomstrom verdient haben. Es ist grotesk, dass gleichzeitig immer noch die angebliche Kostengünstigkeit der Atomenergie propagiert wird.“

Mahnwache in Dresden:
10 Uhr, Hauptbahnhof / Wiener Platz und 14 Uhr, Albertplatz (Brunnen)

Mahnwache in Leipzig:
18 Uhr, Marktplatz

Informationen:
www.bund.net/themen_und_projekte/atomkraft
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