Mittwoch, 20. Juni 2018


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Umweltministerin auf dem Holzweg

Düsseldorf, (lifePR) - Nach Auffassung des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist der heute von Ministerin Schulze-Föcking vorgestellte Waldzustandsbericht 2017 ein reiner Baum-Zustandsbericht, der keine Aussagen über den Zustand unserer Wald-Ökosysteme liefert.

„Ein Wald besteht nicht nur aus Bäumen und Holzvorrat, sondern ist ein artenreiches und komplexes Ökosystem. Ein Waldzustandsbericht müsste Indikatoren wie Pilze und Insekten im Blick haben. Dies fehlt jedoch völlig“, sagt der Landesvorsitzende Holger Sticht.

Das größte Problem der nordrhein-westfälischen Wälder sei, dass diese kaum noch aus Waldökosystemen, sondern überwiegend aus Baumplantagen bestünden. Diese künstlichen Kulturen seien tatsächlich anfällig für die vom Menschen induzierten Klimaveränderungen. Doch die Ministerin sei hier bisher nur auf dem Holzweg unterwegs.

„Wir müssen Förderprogramme an die selbstständige Entwicklung von Wald ausrichten und eben nicht an Waldbaukonzepten mit nicht standortheimischen Sippen oder gar nordamerikanischen Baumarten wie Douglasie oder Küstentanne. Nur gewachsene und damit artenreiche Waldökosysteme werden in der Lage sein, sich dem Klimawandel anzupassen, dauerhaft den Rohstoff Holz zu liefern und alle Gemeinwohlfunktionen wie Erholung und Naturschutz zu erfüllen“, so Sticht.

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