Freitag, 24. November 2017


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Rote Ampel für Pläne der Daimler-Werkserweiterung ins Landschaftsschutzgebiet

BUND lehnt Pläne für Werkserweiterung in Rastatter Rheinaue ab: Daimler-Planung bricht Rastatter Kompromiss aus dem Jahr 1987, der die Ansiedlung des Kraftfahrzeugwerks ermöglichte

Rastatt/Stuttgart, (lifePR) - Zur öffentlichen Vorstellung der Pläne der Daimler AG für eine Werkserweiterung in der Rastatter Rheinaue am heutigen Donnerstag nimmt der BUND Landesverband Baden-Württemberg mit scharfer Kritik Stellung. „Die von Daimler betriebene Erweiterung des Kraftfahrzeugwerks ins Landschaftsschutzgebiet ist nicht hinnehmbar“, erklärt Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND. „Bereits die Ansiedlung des Daimler-Werks hat nicht wieder gut zu machende Schäden an Natur und Landschaft verursacht. Jetzt will Daimler den Flächenfraß in der Rastatter Rheinaue fortsetzen. Diesen Plänen wird der BUND als anerkannter Naturschutzverband entschlossen entgegentreten.“

Im so genannten „Rastatter Kompromiss“ war vor 30 Jahren ein „Ökologisches Maßnahmenkonzept“ verabschiedet worden, dass unter anderem den Schutz der verbleibenden Natur im Umfeld des Werks durch Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten vorsah. Mit dem Plan einer südlichen Werkserweiterung im Landschaftsschutzgebiet bräche Daimler verbindliche Vereinbarungen aus dem so genannten „Rastatter Kompromiss“. „Es reicht nicht über Nachhaltigkeit und Zukunft zu sprechen, entscheidend ist, ob das Handeln von Daimler Naturzerstörung, Landschaftsverschandelung und Umweltbelastung in Kauf nimmt“, so Dahlbender. „Wir fordern Daimler auf, die vorhandenen großflächigen Parkplätze auf dem Werksgelände bei der Umstrukturierung des Werks einzusetzen, soweit erforderlich mehrgeschossige Parkdecks zu errichten und die Pläne für einen Eingriff ins Landschaftsschutzgebiet einzustampfen.“

Auch die ebenfalls von Daimler vorgestellten Pläne für eine zusätzliche Straßenanbindung des Werks Rastatt stehen im Widerspruch zu Umwelt- und Naturschutz, stellt der BUND fest. „Im Bereich der diskutierten Südanbindung des Daimler-Werks Rastatt liegen drei Naturschutzgebiete sowie ein Wildtierkorridor von internationaler Bedeutung. Nicht mehr Straßen und mehr LKW-Transporte, sondern Verkehrsvermeidung und –Verlagerung sind die einzigen nachhaltigen Lösungen. Wir fordern Daimler auf, für Transporte von und zu den Werken im Kreis Rastatt auf den Schienenweg statt die Straße zu setzen“, ergänzt Hartmut Weinrebe, BUND-Regionalgeschäftsführer Mittlerer Oberrhein.

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