Dienstag, 23. Mai 2017


  • Pressemitteilung BoxID 548479

Botschafter für die Wildkatze

(lifePR) (Stuttgart, ) Anlässlich des Internationalen Tags der Katze am 8. August weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Sachsen darauf hin, dass die Europäische Wildkatze (Felis silvestris) in Sachsen noch immer stark bedroht ist. Die scheue Jägerin galt hier noch bis vor wenigen Jahren als ausgestorben und kehrt bisher nur vereinzelt in die Wälder des Freistaates zurück.

Seit 2012 setzt sich der BUND Sachsen mit dem Projekt "Rettungsnetz Wildkatze" intensiv für die scheue Jägerin und ihren Lebensraum, naturnahe Laub- und Mischwälder, ein. Die größte Gefahr für die Wildkatze und viele andere bedrohte Arten ist die Zerschneidung ihres Lebensraums durch Straßen, sich ausdehnende Städte und monotone Ackerflächen. Prof. Dr. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen, erklärt: "Die Wildkatze steht mit ihren Bedürfnissen wie kaum ein anderes Tier für den vernetzten und naturnahen Wald. Ihr Schutz, der Schutz ihres Lebensraums und der Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland gehen Hand in Hand. Eine Ursache für die unbefriedigende Situation der Wildkatze in Sachsen ist wahrscheinlich, dass viele Wälder im Freistaat noch von monotonen Fichtenforsten dominiert werden und wie Inseln im Meer isoliert in der Landschaft liegen"

Der BUND setzt genau hier an: Er verbindet die verbliebenen Waldinseln wieder miteinander, indem er Korridore aus Bäumen und Büschen pflanzt. Das Ziel: ein Waldverbund von 20.000 Kilometern Länge über ganz Deutschland. Auch in Sachsen laufen die Vorbereitungen für die Wildkatzen-Wanderkorridore: "Nachdem wir die Grundlage für die Planung und Umsetzung von grünen Korridoren, den sächsischen Wildkatzenwegeplan erarbeitet haben, laufen die nächsten Schritte auf Hochtouren.", so Ekardt weiter. Wichtige Korridorgebiete im Vogtland und in Zwickau an der Grenze zu Thüringen wurden ermittelt und die ersten Gespräche mit Politikern, Akteuren und Flächeneigentümern geführt. Durch die Pflanzung von grünen Korridoren soll die Wildkatze aus ihren derzeitigen Lebensräumen im benachbarten Thüringen und Bayern wieder bis nach Sachsen wandern und hier heimisch werden. Das "Rettungsnetz Wildkatze" wird aktuell durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt aus Mitteln des Zweckvertrages der Lotterie GlücksSpirale gefördert.

Wer der Wildkatze und der biologischen Vielfalt in Sachsen aktiv helfen möchte, kann dies nun tun. Das bisherige Unterstützungsnetzwerk "Rettungsnetz Wildkatze" wird zukünftig erweitert. Der BUND Sachsen lädt deshalb Interessierte ein, sich aktiv für die Wildkatze und Waldverbund in der Region zu engagieren und am Wildkatzenbotschafter-Einstiegsseminar vom 12. bis 13. September 2015 in der Jugendherberge Pirk im Vogtland teilzunehmen. An diesem Wochenende wird fundiertes Hintergrundwissen zu der Lebensweise der Wildkatze aber auch über ihre Gefährdung vermittelt. Es wird außerdem erarbeitet, wie ein sinnvolles Engagement für die Wildkatze und den Waldverbund in Sachsen aussehen könnte. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt.

Anmeldung zum Wildkatzenbotschafter-Einstiegsseminar bis zum 01. September 2015 unter wildkatzensprung@bund-sachsen.de

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

"Wir müssen zeigen, was möglich ist!"

, Energie & Umwelt, Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V

Am vergangenen Freitag trafen auf Einladung von Naturkost-Großhändler BODAN und dem Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. Logistik-Entwickler-...

Südafrika: Bleifarbene Delfine sollen nicht länger in Hainetzen sterben

, Energie & Umwelt, Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) will gemeinsam mit südafrikanischen Wissenschaftlern die drohende Ausrottung Bleifarbener...

Dr. Mischak: Bei der SuedLink-Trasse geht es nicht um "St. Florian", sondern um Vernunft

, Energie & Umwelt, Kreisausschuß des Vogelsbergkreises

„Die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende hat auch den notwendigen Transport des Stroms zum Gegenstand, der durch regenerative Quellen...

Disclaimer