Sonntag, 17. Dezember 2017


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Bestandsschutz Aal: Endlich handeln!

Kiel, (lifePR) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Schleswig-Holstein steht der heutigen Entscheidung der EU-Fischereiminister, das Aal-Fangverbot für die Ostsee nicht durchzusetzen, kritisch gegenüber. Ein weiteres Mal sind die EU-Fischereiminister nicht den Empfehlungen der Wissenschaft gefolgt. Der BUND fordert die Bundes- und Landesregierungen auf, die EU-Kommission bei der Ausarbeitung weitreichender Schutzmaßnahmen für den Aal zu unterstützen.

 „Die wissenschaftlichen Empfehlungen des internationalen Rates für Meeresschutz sind eindeutig: Die Todesursachen für den Aal müssen soweit wie möglich auf null reduziert werden, wenn der Europäische Aal langfristig eine Chance haben soll. Es ist enttäuschend, dass die Fischereiminister die kurzfristigen Profitinteressen der Fischerei über das Wohlergehen einer ganzen Tierart stellen“, erläutert Claudia Bielfeldt, BUND-Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein. „Jetzt ist es kurz vor zwölf, die Uhr droht abzulaufen. Wir brauchen nicht nur Diskussionen zur Zukunft des Aals auf EU-Ebene, wir brauchen Ergebnisse.“

Stefanie Sudhaus, BUND-Meeresschutzexpertin in Schleswig-Holstein ergänzt: „Die Aufgabenstellung an die Politik ist jetzt klar: Bis zum nächsten Treffen der EU-Fischereiminister müssen Vorschläge für weitreichende europaweite Schutzmaßnahmen erarbeitet werden. Denn die bisherigen Aal-Managementpläne haben keine Erholung der Glasaalbestände bewirkt. Eine radikale Reduktion der Fangmengen wäre ein wichtiger Schritt gewesen.“ Nun werden die Fischereiminister andere weitreichende Maßnahmen beschließen müssen. Sonst hätte der Aal keine Zukunft, meint Sudhaus abschließend.

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