Vor der eigenen Haustür

BDL: Bessere Integration durch Arbeit und Ausbildung

(lifePR) ( Berlin, )
„Es geht um Menschen.“ Das steht für Sebastian Schaller fest: „Es geht um die Gestaltung des Miteinanders von Menschen mit verschiedenen Geschichten, Meinungen, Kulturen, Interessen oder Familienkonstellationen.“ Der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. weiß, dass es schwer ist, Strukturen zu ändern, Systeme in Bewegung zu bringen. Doch als 2015 fast eine Million Menschen zu uns gekommen sind, um Schutz zu suchen, hat das Dynamik und Veränderung gebracht. Allerdings ist mit der Unterbringung oder der Etablierung von Sprachkursen die Integration nicht abgeschlossen.

„Wann ist Integration eigentlich ‚fertig‘? Und wer integriert wen?“ Das sind Fragen, die den BDL-Bundesvorsitzenden nicht nur am Weltflüchtlingstag umtreiben. Jedes Jahr am 20.6.2017 veröffentlicht das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) seinen aktuellen Jahresbericht und stellt damit auch die aktuellen Zahlen der Flüchtlingsbewegungen auf der Welt vor. „Jeden Tag flieht eine ganze Stadt wie Leer, Dietzenbach, Bernburg (Saale) oder Zweibrücken aufgrund von Konflikten und Verfolgung“, verdeutlicht Sebastian Schaller die Dimension. „Das sind Menschen, die Sicherheit suchen und nicht wissen, wann und ob sie eines Tages zurückkehren können“, so der BDL-Bundesvorsitzende.

Darum steht es für die Aktiven im größten Jugendverband im ländlichen Raum außer Frage, auf sie zuzugehen. „Wir packen vor Ort selbst an, kennen die Leute im Dorf und treten für ein gutes Miteinander ein. Das können wir und darin sind wir gut“, zeigt sich Sebastian Schaller selbstbewusst. Denn der BDL-Bundesvorsitzende weiß, dass das soziale Netzwerk auf dem Land trägt.

Angesichts der großen Fragen ist das für die jungen Aktiven im BDL ein guter Weg, um Mutlosigkeit und Lethargie ein Schnippchen zu schlagen. Entsprechend ist zum Beispiel die BDL-Kampagne „Fremde werden Freunde“ keine Ein-Jahres-Fliege, sondern ein langfristig angelegter Integrationsunterstützer des Jugendverbandes zum Farbe-Bekennen.   

„Wir fangen im Kleinen an - dort, wo wir selbst etwas bewegen können“, sagt er. Zugleich fordert der BDL, die Potentiale für die Ausbildung und Integration von Geflüchteten in Arbeit und Gesellschaft noch stärker in den Blick zu nehmen und gerade mit Blick auf klein- und mittelständische Betriebe spezielle Förderstrukturen und Unterstützungsleistungen aufzulegen“, so Sebastian Schaller mit Blick auf die Rahmenbedingungen für ihr Wirken.

„Neben der Auflage spezieller Förderprogramme sind dabei die bürokratischen Hürden, denen speziell Geflüchtete unterliegen, abzubauen“, heißt es in den Forderungen des BDL zur Bundestagswahl 2017. Dazu zählt für ihn auch mehr Transparenz. „Für die Menschen, die bei uns Heimat suchen, aber auch für die Motivation der Helfenden von Ort, ist es wichtig zu wissen, wie lange und ob die Geflüchteten im Ort bleiben werden“, ergänzt Sebastian Schaller.

„Das alles ist wichtig, damit die Menschen hier ankommen. Es ist nicht nur eine Frage des Verständnisses und der Verständigung, sondern auch der Hoffnung und des Selbstwertgefühls. Wir alle wissen, dass man wächst, wenn man etwas selbst schafft“, sagt der junge Mann und fragt: „Wie sähe unsere Gesellschaft aus, wenn wir nicht mitanpacken würden? Wenn wir unsere Haustüren einfach zuschließen würden? Für uns ist das keine Option“, stellt Sebastian Schaller klar, „auch wenn es eine Herausforderung ist.“

Ohne die Probleme, die mit den verschiedenen Sprachen und Kulturen, mit den unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensweisen einhergehen, unter den Teppich kehren zu wollen, bleibt für den BDL-Bundesvorsitzenden klar: „Wir sind vielfältig. Schon immer. Und das ist auch gut so.“
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