Kollegiale Beratung lernen

BDL mit interkultureller Fortbildung für TeamerInnen

(lifePR) ( Berlin, )
Kurse in Kollegialer Beratung sind schon dünn gesät, doch Kurse in Kollegialer Beratung im interkulturellen Kontext haben Seltenheitswert. Eine dieser raren Fortbildungen haben der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) und sein französischer Partner Réseau Européen de Gestion des Conflits vom 23. bis 29. Oktober 2011 vorbereitet. In Mittelwihr (nahe Colmar, Frankreich) sollen deutsche und französische BetreuerInnen binationaler Begegnungen bzw. Seminare auf den Umgang mit unverstandenen interkulturellen Konflikten vorbereitet werden.

"Interkulturelle Begegnungen sind für die TeamerInnen Herausforderung und Spaß, sie können aber auch für enormen Stress und Überforderung sorgen können", so die BDL-Vorsitzende Katrin Biebighäuser: "Letzterem wollen wir mit unserem Ausbildungsseminar vorbeugen. Es geht um ein besseres Verständnis für interkulturelle Fragen und Konflikte, um mehr Sicherheit im Umgang mit ihnen."

In der Fortbildung lernen deutsche und französische TeamerInnen mit- und voneinander. Sie lernen eine strukturierte Methode der Kollegialen Beratung kennen und anwenden, die sie im Anschluss ohne Außenstehende anwenden können. Es wird speziell der interkulturelle Aspekt bei Konflikten betrachtet.

"Im Unterschied zur Mediation werden hier nicht Konflikte zwischen zwei Parteien direkt bearbeitet. Vielmehr hilft die kollegiale Gruppe mit Abstand zu einem erlebten Problem einen neuen Zugang zu bekommen und eigene Lösungswege zu entwickeln", erklärt die BDL-Bundesvorsitzende.

Der Kurs wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) pädagogisch und finanziell unterstützt. Christine Kuhn, Supervisorin interkultureller Teams, aus Toulouse, und Timm Uekermann, Mediations-Ausbilder BM, aus Berlin leiten die Fortbildung.

Ausgebildete GruppendolmetscherInnen begleiten das Treffen sprachlich. In den 250 Euro Teilnahmegebühr (für Berufstätige 350 Euro) sind Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten enthalten. In diesem Jahr aktive GruppenbetreuerInnen und -dolmetscherInnen erhalten auf Antrag eine Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr. Die Fahrtkosten werden nach den Richtlinien des DFJW erstattet. Bei rechtzeitiger Buchung ermäßigter Fahrkarten können bis zu 100 Prozent erstattet werden.

Für TeilnehmerInnen, die sich in einer Mediationsausbildung befinden, kann der Kurs für die Zertifizierung mit 20 Stunden Intervision anerkannt werden.

Erstmals hat der BDL im Jahr 2005 ein Projekt zur Intervision - hierzulande besser bekannt als Kollegiale Beratung - für GruppenleiterInnen aus Deutschland und Frankreich angeboten. Durch die spezielle Ausrichtung auf interkulturelle Begegnungen hat der BDL damit einen Meilenstein gesetzt.
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