Montag, 25. September 2017


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Keine Zukunftsmusik: Smart Farming

Junglandwirte-Lunch beim Deutschen Bauerntag in Berlin

Berlin, (lifePR) - „Smart Farming ist für viele von uns längst Alltag. Die Schwierigkeiten, die das Technologie-Bündel mit sich bringt, allerdings auch“, so Kathrin Muus, stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V., zu Beginn des Junglandwirte-Lunchs am Mittwoch in Berlin. Damit hatte sie die mehr als 100 Nachwuchs-Agrarier gleich gepackt, ist für diese doch weder intelligentes Herdenmanagement noch Feldroutenoptimierung ein Fremdwort.

Gemeinsam diskutierten sie beim Essen Anwendungsprobleme und -lösungen in der Landwirtschaft 4.0. „Denn allen hier ist klar, Smart Farming ist gut für die Gesellschaft und gut für uns. Nicht nur national in Deutschland, sondern auch weltweit brauchen wir eine effektivere und nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion, optimale Maschinenauslastung und weniger Umweltbelastung, bessere Arbeitsbedingungen…“, skizzierte BDL-Vize Muus einige Beispiele für das Potenzial dieser Technologien.

Aus diesem Grund fordert nicht nur ihr Jugendverband, den Fortschritt an dieser Stelle durch gezielte Förderung für Junglandwirte zu unterstützen. Das wurde auch bei der Veranstaltung des Projekts Junglandwirte deutlich, das Deutscher Bauernverband (DBV) und BDL gemeinsam ins Leben gerufen haben, um die Vernetzung im jungen Berufsstand zu stärken. Beide Verbände hatten eingeladen, beim Junglandwirte-Lunch unter dem Motto „Smart, sicher, sinnvoll - Zukunft fürs Land“ zu tischkutieren.

Neben der Suppe kamen dort vor allem die Schwierigkeiten auf den Tisch. Im Austausch, den Klaus-Herbert Rolf vom Technologieunternehmen 365FarmNet mit seinem Wissen und Erfahrungen befeuerte, ging es natürlich um die verschiedenen Systeme und die Herausforderung, sie zu kombinieren. Für ihn steht fest, dass die Bedürfnisse und Gewohnheiten der künftigen Anwender im Zentrum der Entwicklung zu stehen haben und diese den Junglandwirten nicht zusätzliche Arbeit aufbürden, sondern sie entlasten müsse.

In den Debatten der jungen Fachleute kam immer wieder zur Sprache, dass der hohe Aufwand, der mit Dateneingabe und -pflege einhergeht, nicht leicht zu meistern sei. Besorgt zeigten sich die Junglandwirte um die Sicherheit der Daten und äußerten Bedenken, die auch der Experte von 365Farmnet nicht ausräumen konnte. „Für den Datenschutz braucht es klare gesetzliche Regelungen“, so der stellvertretende BDL-Bundesvorsitzende Christoph Daun, den die Nutzung und Verarbeitung von Daten im Ausland ebenfalls beunruhigt.

„Zu den offenen Baustellen gehört die mangelnde Kompatibilität und Synchronisierung der verschiedenen Systeme. Leider zählt auch die Verfügbarkeit von flächendeckend schnellem Internet, mit dem sich der Nachwuchs plagt, noch dazu“, stellte er fest. Christoph Daun hatte die Diskussion der jungen Unternehmer an den runden Tischen für alle zusammengefasst. „Wer die neuen Technologien so einsetzt, dass Gesellschaft und das eigene Unternehmen davon profitieren, muss die Schwierigkeit im Umgang damit meistern“, so der stellv. BDL-Bundesvorsitzende.

„Das Potential, das im Einsatz innovativer Technologien im Stall und auf dem Feld steckt, ist nicht mal ansatzweise ausgeschöpft. Das liegt nicht nur an der gefühlten Datenunsicherheit, sondern auch an der kostenintensiven Anschaffung. Da braucht es eine gezielte Investitionsförderung der Junglandwirte, um den Weg für die Landwirtschaft 4.0 zu bahnen“, stellte der BDL-Vize abschließend fest.

Das Projekt Junglandwirte wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

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