BDL: Schmidt beweist Augenmaß

Junglandwirte akzeptieren Vorschlag zur Hofabgabeklausel

(lifePR) ( Berlin, )
Als tragfähigen Kompromiss, der allen Seiten gerecht werde, bezeichnet Matthias Daun, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) den Vorschlag des Bundesministers Christian Schmidt zur Hofabgabeklausel in der Alterssicherung der Landwirte (AdL). Der hat eine befristete Teilrente für eine Übergangszeit von zwei Jahren vorgeschlagen und diese auf Betriebe mit einer Fläche mit bis zu 16 Hektar begrenzt. Demnach könnten betroffene 65-Jährige ihre Höfe noch zwei Jahre weiterbewirtschaften und trotzdem 50 Prozent der Alterssicherung erhalten.

"Der Agrarminister beweist hier Augenmaß, denn sein Vorschlag hilft gerade sehr kleinen Betrieben, die unter schwierigen Bedingungen wirtschaften wie z.B. im Steillagenweinbau", so der BDL-Bundesvorsitzende. Der gleitende Übergang bei schwer zu verwertenden Flächen schaffe deren Inhabern Zeit, um eine für sie passende Lösung zu finden.

Matthias Daun bewertet auch den zweiten Vorschlag Schmidts für einen größeren Rückbehalt durchaus positiv. "Sechs Hektar mehr für diejenigen, die ihre Alterssicherung bekommen, verbessern ihre Hinzuverdienstmöglichkeiten", so der junge Landwirt.

Weitere Änderungen bei der Hofabgabeklausel dürfe es jedoch nicht geben, heißt es im Bund der Deutschen Landjugend. "Letztlich stellt die Diskussion um die Hofabgabeklausel das gesamte landwirtschaftliche Sozialversicherungssystem in Frage", so der BDL-Bundesvorsitzende.

Nachdem fast alle Landwirtschaftsminister sich in ihrer Amtszeit an der Hofabgabeklausel versucht haben, sei ein Ende der Reformversuche mehr als überfällig. "Eine Verwässerung der Regelung ist mit uns nicht zu machen", kündigt er an. Die Klausel stellt sicher, dass Junglandwirte und -winzer die Verantwortung für die Betriebe übernehmen und die Landwirtschaft der Zukunft nach ihren Vorstellungen gestalten können.
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