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Pressemitteilung BoxID: 684666 (Bund der Deutschen Landjugend (BDL))
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BDL: Entscheidung in der Sache

Forschung statt Ideologiestreit

(lifePR) (Berlin, ) „Emotionale Debatten brauchen sachorientierte Entscheidungen“, sind sich Nina Sehnke und Sebastian Schaller einig. Nach diesem Grundsatz arbeiten die beiden Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. nicht nur, nach diesem Grundsatz bewerten sie auch die Glyphosat-Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt: „Sie folgt der Wissenschaft und gibt Junglandwirten Planungssicherheit. Und damit ist sie für uns richtig.“

Nach zwei gescheiterten Anläufen stimmte der zuständige Ausschuss der EU-Kommission am Montag mit einer qualifizierten Mehrheit für die Verlängerung der Zulassung des Wirkstoffes Glyphosat um weitere fünf Jahre. 18 der 28 EU-Länder stimmten dafür, darunter Deutschland. Der Landwirtschaftsminister Christian Schmidt stimmte mit Ja, auch wenn die Umweltministerin Barbara Hendricks eine andere Auffassung vertrat.

„Der Debatte um die Zulassung des Pflanzenschutzmittels fehlt es hierzulande an Sachlichkeit“, sagt Nina Sehnke. Dabei gehe es doch um eine wissenschaftliche Frage. Obwohl die Forschung einhellig und auch einstimmig belegt, dass Glyphosat nicht krebserregend ist, sei sie zur ideologischen Glaubensfrage geworden“, stellt die BDL-Bundesvorsitzende fest. Es sei ihr unverständlich, dass die Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bei der Auseinandersetzung vernachlässigt wurden. „Dabei vertritt das BfR doch die Wissenschaft hierzulande und ist dem unabhängigen und fortschrittlichen Verbraucherschutz verpflichtet“, so die junge Frau weiter.

„Wenn jetzt nur eine Interimsregierung existiert und handeln muss, ist das nicht dem Minister anzulasten, sondern jenen, die die Sache verschleppt haben“, stellt sich ihr Amtskollege vor Schmidt. Die Faktenlage sei eindeutig, die gesundheitliche Unbedenklichkeit gegeben. „Damit handelte der Landwirtschaftsminister in der Sache und entsprechend seiner Ressortzuständigkeit“, stellen Nina Sehnke und Sebastian Schaller übereinstimmend fest.

„Die Zeit war mehr als reif für diese Entscheidung. Ein weiteres Laufenlassen wäre verantwortungslos gewesen. Mit der Zulassung haben wir ein Stück Planungssicherheit gewonnen“, sind beide überzeugt. Aber das reicht ihnen nicht. Jetzt müsse die Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenschutzmittel vorangetrieben werden. Das fordert der BDL seit Jahren. Es sei höchste Zeit, die Machtverhältnisse zu klären, damit die nächste  Regierung auch das angehen könne. „Was wir wollen ist klar: eine zukunftsorientierte, wissenschaftlich begleitete Landwirtschaft in Deutschland“, so die beiden BDL-Bundesvorsitzenden.