Fachübergreifender Schmerz- und Palliativkongress 2011

CT Arzneimittel / AWD.pharma stiftet "Schmerzpreis NRW"

(lifePR) ( Wuppertal, )
Schmerzmedizin funktioniert nur, wenn sie interdisziplinär und multimodal durchgeführt wird und auf dieser Grundlage individuelle Therapiekonzepte realisiert werden.

Interdisziplinär setze sich auch das Programm der Fortbildungstagung am 20. und 21. Mai 2011 in Wuppertal zusammen, konstatierte Dr. med. Thomas Cegla, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) und Schmerztherapeut aus Wuppertal, zu Beginn des diesjährigen Schmerz- und Palliativkongresses NRW.

Bestandteil des wissenschaftlich anspruchsvollen Programms waren neben vielen Hinweisen zur praktischen Schmerztherapie auch aktuelle Daten und neue Erkenntnisse zur Schmerzentstehung und Schmerzhemmung, vorgetragen von Professor Jürgen Sandkühler, Grundlagenforscher aus Wien.

Die bei Schmerzen reduzierte körpereigene Schmerzabwehr kann durch Mechanismen wie die Öffnung von neuronalen Kaliumkanälen verstärkt werden. So verhindert der Wirkstoff Flupirtin die Erregbarkeit von Nervenzellen, hemmt Übererregbarkeit und Dauerdepolarisation und ist insbesondere bei muskulär verursachten Rückenschmerzen effektiv. Eine medikamentöse Therapie ist allein aber oft unzureichend. Nur eine multimodale Therapie, die die Ursache der Schmerzen angreift, kann die Chronifizierung der Schmerzen verhindern.

Auch in dieser Veranstaltung wurden die kürzlich für die Schmerztherapie veröffentlichen Leitlinien bewertet und diskutiert.

Privatdozent Dr. Michael Überall, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) und Schmerzexperte aus Nürnberg wies auf die zahlreichen Fehler dieser Therapieempfehlungen hin und appellierte an das Auditorium, sich nicht zu sehr von diesen Leitlinien in ihrer Therapie beeinflussen zu lassen. Denn gute Leitlinien sind praxisorientiert und basieren nicht nur auf Daten klinischer Studien, sondern berücksichtigen gleichwertig auch die praktischen Erfahrungen der Ärzte und die Erwartungen von Patienten und bieten damit große Chancen für eine nachhaltige Verbesserung der Patientenversorgung.

Zum vierten Mal wurde der "Schmerzpreis NRW" verliehen, der von der Firma CT Arzneimittel / AWD.pharma gestiftet wurde. Das Berliner Unternehmen stellt nicht nur hochwertige innovative und generische Schmerzmittel für die Therapie zur Verfügung, sondern unterstützt bundesweit die schmerztherapeutische ärztliche Fortbildung und Information der Patienten.

Der Schmerzpreis NRW wird jährlich an Institutionen und Personen verliehen, die sich um die Prävention chronischer Schmerzen verdient gemacht oder durch ihre Arbeit und Wirken entscheidend zum Verständnis der Problematik Schmerz und der betroffenen Patienten beigetragen haben.

Mit dieser Auszeichnung wurde in diesem Jahr Dr. Günther Bittel, Facharzt für Anästhesiologie, Schmerztherapeut und Leiter des regionalen Schmerzzentrums der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) in Duisburg für seinen unermüdlichen Einsatz für die ganzheitliche Schmerztherapie geehrt. Bittel gründete das medizinische Versorgungszentrum Duisburg und hat gezeigt, wie die Versorgungssituation des Patienten durch eine Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung nachhaltig verbessert werden kann.
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