Donnerstag, 29. Juni 2017


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Wir sind alle Mäuse - Eine Kanackenstory von Ardavan Rezai

(lifePR) (Norderstedt, ) Der perfekte Mensch Aria Talai lebt als junger Bub im Iran. Als er 11 Jahre alt war, entdeckte er den ersten Pickel auf seiner schönen, hohen Stirn. Ab da an ging es in die Abwärtsspirale. Eine iranische Nase im traditionellen Ausmaß entwickelte sich mitten in Aria's Gesicht und wurde ebenso groß wie die Arroganz des Schnösels.

Und so ziehen sich die ersten Seiten in die Langeweile während sie über die Pubertät im Parallel-Universum Iran berichten. "Es war ein sonniges Samstag gegen 10 Uhr morgen in der Schule gewesen. Ersten Wochenschultag in Iran." Der Sprachstil des später nach Deutschland migrierenden Charakter Aria bleibt beabsichtigt im auf Deutsch verfassten Original.

Der Verzicht des Autors auf ein Lektorat hat verschiedene Gründe. Zum Einen ist es dem Selbstbild des Iraners im Iran geschuldet, der sich für den Gott der Welt hält. Die Iraner sind nicht mit der Realität verbunden. Zum Anderen stellt der Charakter Aria später in Deutschland fest, dass für den Deutschen jeder Schwarzhaarige ein Kanacke ist. In diesem Ausbleiben von Reflektion bleibt es im Buch Wir sind alle Mäuse bei diesem Sprachstil, der jeden Deutschen während der ersten zehn Seiten in den Wahnsinn treibt, sich aber im weiteren Verlauf des Lesens fast unbemerkt (und unfreiwillig) wie ein Dialekt in die Lesegewohnheit einschleicht und verflüssigt. Es ist kein Kiezdeutsch. Es ist kein Kanacken-Deutsch. Es ist auch kein Iran-Deutsch. Es ist nicht definiert und am Ende das, was als hausgemachte Integrationskatastrophe bleiben wird.

Von der geschmierten Schulsprecher-Wahl bis hin zum Dealen mit pornographischen CDs im Internat zeigt sich Aria anfällig für 'geschäftliche Aktivitäten'. Als er 16 Jahre alt war schickten seine Eltern ihn und seinen Bruder nach Deutschland. Die beiden sollten ein paar Jahre im Ausland studieren, so wie es die Eltern getan hatten. Davor gab es zur Vorbereitung einen Deutschkurs im Iran: "Also noch eine Stunde mehr dann hätte man sich am Kopf schießen können."

"Wir landeten in einem Land, wo im Jahr so viel Sonne gab, wie bei uns Regen. Ein Land, wo die Himmel nicht normalerweise Blau war, sondern fast immer Grau, eine Farbe, die ich bis diese Dato nicht mit Himmel in Verbindung bringen könnte, als ob man ein graue Tuch zwischen Himmel und Boden gespannt hatte. Sogar der Boden von Fußgängerzone war grau, was in Iran viel bunter aussah und viel löchriger als in Deutschland. Von unpünktlichsten Land, wo nicht mal ein Uhr in der Stadt funktioniert, weil alle irgendwie seit zwanzig Jahre nicht gewartet wurden, in einen Land, wo alles in Minuten Tackt beschrieben wurde. Von einem Land, wo die Verspätung gar kein Bedeutung hatte, in einem Land, wo die Verspätungen in Minutentakt auf der Bahnhöfen bekannt gegeben wurde. Von einem Land, wo die Regeln aus Verhalten und Regellosigkeit von Menschen bestanden, in einem Land, wo die Verhalten von Menschen durch die Regeln entstanden. Von einem Land von tausend Gesichter, wo die Leute niemals das waren, was die waren, in einem Land, wo jeder nur ein Gesicht und ein Charakter hatte. Von einem Land wo Betrügen und Bestechen eine Geschäftsmodell und Arbeit Schande, in einem Land, wo nicht versteuern von Zehn Mark oder Zinsen eine Strafdelikt sein könnte und Arbeit Verdienst von Menschen. In Deutschland war Bodenständigkeit und Arbeit angesagt."

Es war das Jahr 1999, als die Brüder in Berlin ankamen. "Ein große Baustelle ohne jegliche Form [...] Aber wir waren da!" Mit 22 Jahren startete Aria hier ein Taxiunternehmen, das er später um einen Limousinenservice erweiterte, und fuhr eine kurze Zeit lang Millionenumsätze ein: "Ich finge an langsam mein Leben zu genießen [...] Ich entdeckte ein neue Seite in mir und spannte die Seite bis unermäßliche. Ich feierte Wild, Privat Partys, Drogen und alles was es möglich war, machte ich mit. Teilnahme an verschiedene Sex Partys oder Gang Bang Partys, wo man nicht mehr wusste, was man letzte Nacht getan hatte. Es ging auch nicht mehr um normale Sex, es ging um sogenannte Session."

Im zweiten Teil des Manuskripts krimineller Non-Fiction erhöhen sich die fiktiven Elemente und die Schaubühne begibt sich in den wohl bekanntesten Club der Welt, das Berghain. Aria ist 27 und wird für das BKA tätig. Eine Gefälligkeit, die er erweisen soll, um eine weitere Verfolgung seines Kokain-Schmuggels zu vermeiden, der aus der Schuldenfalle seiner Insolvenz in Deutschland folgte. Der Drogenverkauf erfolgt unter der Kontrolle der Kripo. Und zu diesen umfassenden Tätigkeiten soll Aria Berichte an das BKA liefern.

Der drogenabhängige David begleitet ihn bei seinen Ermittlungen im Club, ohne von dem Auftrag zu wissen. David stellt für Aria eine wichtige Bindungsperson dar. David verliert die Freude am Leben nicht. Er sieht an nichts im Leben einen Verlust. Aria hat gelernt, das Scheitern als Teil seines Lebens zu akzeptieren. Und schätzt David als Spiegel seiner Selbst.

Später holt Aria David aus der Psychatrie ab, um nach Hause zu gehen. Ein Zuhause, das nur auf Zeit ist. Denn Aria ist zum Rumtreiber geworden, zum Flüchtling - oder positiv wie er es sehen würde: Zum Weltenbummler.

Über Ardavan Rezai:

1982 im Iran, Shiraz, geboren und in Teheran aufgewachsen. Mit 16 Jahren nach Deutschland immigriert. Ab 2003 als Unternehmer in Berlin tätig. 2010 Abschluss in International Management in England. 2011 folgte die Privatinsolvenz. Seit 2012 pendelt er zwischen Deutschland, Spanien und Iran.

Erhältlich über Amazon http://www.amazon.de/Wir-sind-alle-M%C3%A4use-Baustelle/dp/3734757673/ref=cm_cr_pr_product_top

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