Sir Simon Rattle begeistert Kinobesucher

Erste Live-Übertragung der Berliner Philharmoniker

(lifePR) ( Böblingen / Berlin, )
Am Freitag, den 26. September 2014 fand die erste Live-Übertragung der Berliner Philharmoniker in den Böblinger Kinos statt. Die erste der drei Aufführungen wurde via Satellit zeitgleich ins Filmzentrum Bären übertragen.

Die Berliner Philharmoniker gehören zu den hochwertigsten Orchestern der Welt. In einer besonderen Reihe übertragen die Böblinger Kinos drei Konzerte der laufenden Spielzeit live im Kino. Den Start machte am Freitag Chef-Dirigent Sir Simon Rattle.

Ab 19:00 Uhr füllte sich das Bären 2, der größte Saal im Böblinger Filmzentrum Bären. Die Besucher, viele mit einem Glas Sekt den Abend einklingend, beobachten schon gespannt die Leinwand, auf der noch letzte Technik-Tests der Live-Übertragung zu sehen waren. Um 19:25 Uhr, fünf Minuten vor dem Beginn des Vorprogramms, trat Andreas Zienteck, Betreiber der Böblinger Kinos, vor das Publikum. Sichtlich erfreut über fast einhundert Besucher bei der ersten Veranstaltung dieser Art, begrüßte er die Gäste. "Kürzlich fragte mich eine Dame beim Kartenkauf >>Haben Sie es schon gesehen? Ist es gut?<< Nein, eine LIVE-Übertragung findet in der Tat zeitglich statt, daher wurde mir dieses Vergnügen noch nicht zuteil." Das Publikum schmunzelt und Zienteck nutzt diese Anekdote, um die Gäste darauf hinzuweisen, dass das, was sie die nächsten zweieinhalb Stunden auf der Leinwand sehen, live via Satellit aus der Philharmonie in Berlin übertragen wird.

Pünktlich um 19:30 Uhr beginnt die Übertragung. Die Moderation hinter den Kulissen übernahm der Hornist Klaus Wallendorf. Mit viel Witz und Sympathie begrüßte er die Zuschauer in diversen Sprachen und gab eine kurze Einführung in den weiteren Ablauf des Abends. Unter anderem mit poetischen Reimen, bei denen auch Chef-Dirigent Sir Simon Rattle etwas auf die Schippe genommen wurde, sorgte er für eine optimale Einstimmung auf ein außergewöhnliches Kulturerlebnis im Kino.

Neben einer technischen Einführung, mit wie vielen Kameras und Mikrofonen an welchen Stellen Übertragungen dieser Art möglich gemacht werden, gab Sir Simon Rattle - so kurz vor der Vorstellung jedoch als Aufzeichnung - eine Einführung in die aufgeführten Werke und deren Schöpfer. Mit Robert Schumann und Johannes Brahms stellte er zwei Ausnahmekünstler klassischer Musik vor. Doch war es ihm auch sehr wichtig, dieses Duo mit drei Personen zu umfassen: Clara, die Ehefrau Schumanns, nahm mehr Einfluss auf die Musik als ihr oft zuteil wird. Interessant auch die Schöpfer-Phasen von Schumann, dessen Psyche in der heutigen Zeit wohl als manisch-depressiv beschrieben werden würde.

Pünktlich um 20:00 Uhr schwenkte die Live-Kamera über eine vollbesetzte Philharmonie. Der Einzug des Orchesters und des Dirigenten versprach nicht nur in Berlin große Erwartungen.

In vier Sätzen präsentierten die Musiker zunächst Robert Schumanns Symphonie Nr. 4 d-Moll in der Urfassung von 1841. Diese Fassung lag dem Chef-Dirigenten sehr am Herzen. In der Pause, mit einem Sektausschank im Kinofoyer untermalt, wurden den Zuschauern zudem weitere Interviews mit den Künstlern auf der Leinwand präsentiert. Im Anschluss folgte Johannes Brahms' Symphonie Nr. 4 e-Moll. Die dynamisch-frische Interpretation des zweiten, herausragenden sinfonischen Werkes der Romantik brachte vor allem im Saal viele zum Staunen.

Obwohl sie über 500 Kilometer entfernt waren, schenkten viele Kinobesucher am Ende den Künstlern einen warmen Applaus. "Die Resonanz der Gäste war durchweg positiv" freut sich Zienteck sehr. Vor allem die Bild- und Tonqualität wurde von vielen Gästen speziell hervorgehoben. "Eine aufwändige Satellitentechnik ermöglicht die HD-live-Übertragung mit Dolby-Digital-Sound", erklärt Kinobetreiber Andreas Zienteck den technischen Hintergrund.

Zwei weitere Aufführungen finden 2015 statt. Hierbei wird am 06. März zunächst Altmeister Bernard Haitink mit Isabelle Faust an der Violine zwei Beethoven Konzerte spielen. Gefolgt am 10. Mai von Maestro Mariss Jansons mit drei ebenso abwechslungsreichen wie energiegeladenen Werken von Bartók, Schostakowitsch und Ravel.

Das nächste Live-Event findet jedoch schon am 11. Oktober statt. Anna Netrebko läutet in Verdis MacBeth die Übertragungen live aus der New Yorker Metropolitan Opera ein. "Die Nachfrage ist bereits so groß, dass wir einen zweiten Saal für die Aufführung bereitgestellt haben", berichtet Zienteck mit Vorfreude auf die neue Reihe.
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