Sonntag, 19. November 2017


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Börse Hamburg: Umsatz im Fondshandel steigt auf höchsten Wert seit Krisenmonat August 2011

Hamburg, (lifePR) - .
- Sprunghafter Umsatzanstieg auf 127,2 Millionen Euro im Mai
- Aktienfonds der Börse Hamburg im Fokus des Handels
- Anleger trennen sich von Anteilen an Immobilienfonds in Auflösung

Der Umsatz im Handel mit Investmentfonds an der Börse Hamburg hat im Mai den bislang höchsten Stand in diesem Jahr erreicht. Im Vergleich zum Vormonat legte der Umsatz um 25 Prozent zu. Anleger handelten Anteile im Volumen von 127,2 Millionen Euro und damit so viel wie seit dem Krisenmonat August 2011 nicht mehr. Damals schickten Sorgen um Staatsschuldenprobleme in Europa und Inflationsängste die Märkte auf Talfahrt.

Im Mai dieses Jahres sind besonders hohe Umsätze in den großen offenen Immobilienfonds CS EUROREAL und SEB ImmoInvest, deren Abwicklung jüngst bekanntgegeben wurde, ein Grund für die Handelszunahme. Ein fast doppelt so hohes Volumen wie im Vormonat wurde mit 51,2 Millionen Euro im CS EUROREAL umgesetzt, im April hatten Anleger Anteile im Wert von 26,3 Millionen Euro in diesem Fonds gehandelt. Zusätzlich handelten sie Anteile im Wert von 2,2 Millionen Euro in dem in Schweizer Franken denominierten CS EUROREAL. "Das massiv gestiegene Umsatzvolumen zeigt einerseits, wie viele Anleger nach den jüngsten Entscheidungen der Fondsgesellschaften nun ihre Anteile verkaufen wollen. Die Börse bietet ihnen den Ausweg, zu fairen Marktpreisen umgehend an ihr Geld zu kommen. Andererseits gibt es viele langfristig orientierte Investoren, die die derzeitigen Kurse als einen günstigen Einstieg ansehen", sagt Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg.

Anleger verkaufen Anteile an offenen Immobilienfonds

Dennoch überwog der Anteil der verkaufswilligen Anleger insbesondere auch im CS EUROREAL - der 12,7 Prozent verlor. Große Summen wurden mit 22,8 Millionen Euro auch im SEB ImmoInvest gehandelt - er verlor 9,4 Prozent. Zu den Fonds mit schlechter Performance zählten mit einem Minus von 14 Prozent ferner der AXA Immoselect, der den drittgrößten Umsatz verzeichnete, sowie der KanAm grundinvest mit einem Minus von 9,4 Prozent. Unter den Top 10 nach Umsatz sind insgesamt sieben offene Immobilienfonds, die sich in Auflösung befinden.

"Die Angst, dass am Ende der gesamte Liquidationserlös nicht den derzeitigen Buchwert der Immobilien widerspiegelt ist sehr groß", beobachtet Stefan Wildner, Makler bei der Wertpapierhandelsbank mwb fairtrade.

Sichere Häfen gesucht

Stark gehandelt, wenn auch in geringeren Volumen, wurden Aktienfonds mit deutschen Blue Chips und konservative Mischfonds mit einer zwischen Aktien und Anleihen ausgewogenen Anlagestrategie. "Die Wahlen in Griechenland und Frankreich haben Anlegern vor Augen geführt, auf welch wackeligen Beinen die Lösungsvorschläge der Politik im Angesicht der Eurokrise stehen", kommentiert Wildner. Im Hinblick auf die in den vergangenen Wochen weltweit gefallenen Kurse zeigten solche Fonds die beste Performance, die auf fallende Kurse setzen. Sie brachten ihren Anlegern zweistellige Zuwachsraten. Auch sichere Häfen waren gesucht, zum Beispiel Fonds mit dem Schwerpunkt auf US-amerikanischen Staatsanleihen. Sie waren so stark nachgefragt, dass sie um zum Teil mehr als sieben Prozent zulegten.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr über 4.300 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt.

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