Donnerstag, 19. April 2018


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Börse Hamburg: Umsätze im Fondshandel ziehen vor Ostern kräftig an

Hamburg, (lifePR) - .
- Deutliche Steigerung trotz der Osterfeiertage
- Anleger suchen Aktienfonds - Zypern bewegt Kurse kaum
- Japan-Fonds mit Top-Performance

Trotz einer verkürzten Handelswoche vor Ostern und einem traditionell ruhigen Ausklang zu den Feiertagen sind die Umsätze im Fondshandel an der Börse Hamburg im März deutlich gestiegen. Anleger handelten Fondsanteile im Wert von rund 84,5 Millionen Euro und damit ein Volumen von etwa acht Millionen Euro mehr als im Februar.

Hohe Umsätze waren auch im März wieder in zahlreichen offenen Immobilienfonds (OIF) zu verzeichnen, bei denen die Anteilsrücknahme ausgesetzt ist. Unter den 20 umsatzstärksten Fonds waren allein zehn OIF's; unter den ersten 5 waren es vier. Das Kauf- und Verkaufsinteresse war vor allem beim CS Euroreal (WKN: 980500) groß - in diesem Fonds wurden mit einem Umsatzvolumen von 8,38 Millionen Euro erneut die meisten Anteile gehandelt.

"Der börsliche Handel ist die einzige Möglichkeit geschlossene offene Immobilienfonds zu kaufen oder zu verkaufen", kommentiert Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Das begründet das anhaltend große Interesse an der Kauf- und Verkaufsmöglichkeit über die Börse Hamburg."

Weltweite Erholung befeuert Interesse an Aktien

Gefragt waren im März auch Aktienfonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten. Denn mit den richtigen Aktien können Anleger von der weltweiten Erholung profitieren. "Im Markt ist Optimismus, aber auch Alternativlosigkeit zu spüren", erläutert Christine Lutz von der Wertpapierhandelsbank Schnigge. "Die Schuldenkrise scheint abzuebben, und die Konjunktur nimmt wieder Fahrt auf. Auch die reichliche Versorgung der Märkte mit Liquidität durch die Notenbanken in Verbindung mit den aktuell wenig lukrativen Geldanlagealternativen lässt Aktienfonds für Anleger attraktiv erscheinen."

Im Fokus der Anleger standen im März vor allem Fonds, die in große deutsche Werte investieren. So wurden zum Beispiel im ETFlab DAX (WKN: ETFL01), der den Deutschen Aktienindex nachbildet, Anteile im Wert von 1,81 Millionen Euro umgesetzt. Im DWS Deutschland (WKN: 849096) wurden Anteile im Wert von 1,32 Millionen Euro gehandelt. Besonders starke Umsätze gab es mit 3,58 Millionen Euro außerdem erneut im Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN: A0M430) - ein Mischfonds, der einen ausgeglichenen Risiko-/Rendite-Ansatz verfolgt.

Kaum zu spüren war im Fondshandel die Hängepartie um eine Rettung des von der Staatspleite bedrohten Zypern. "Es gibt kaum Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Zypern", sagt Lutz. "Dennoch steigt die Skepsis gegenüber der Eurozone, und die Zurückhaltung gegenüber Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Europa wächst. Viele Anleger fürchten sich vor einer Ansteckung weiterer Länder."

Top-Performance mit japanischen Nebenwerten

Bei den Top-Performern im März zeigt sich ein einheitliches Bild. Gut entwickelt haben sich vor allem Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Japan, von denen viele auf Monatssicht ein zweistelliges Plus verbuchten. Unter den zehn Fonds mit der besten Performance sind neun Titel mit dem Anlageschwerpunkt Japan-Aktien. Vor allem Small- und Mid-Caps waren gesucht. "Hintergrund der großen Nachfrage nach solchen Werten ist die laxe Geldpolitik in Japan", erklärt Lutz. "Die Unternehmen profitieren von der günstigen Liquidität." Am stärksten zulegen konnte der Parvest Equity Japan Small Cap (WKN: 986476) mit einem Plus von mehr als 15 Prozent.

Zu neuer Stärke verhilft die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank auch Wirtschaft und Aktienmarkt in den USA. Die großen Aktienindizes konnten die Kursverluste aus der Finanzkrise wieder wettmachen. Dennoch kommt laut Lutz allmählich Skepsis auf. Denn der Arbeitsmarkt erhole sich noch nicht wie erhofft. "Und der Korea-Konflikt bereitet den Anlegern Sorge."

Verloren haben im März vor allem Goldfonds, weil der Goldpreis weiter sinkt. Im Vergleich zum Februar, in dem solche Fonds zum Teil zweistellige Verluste hinnehmen mussten, schwächte sich die Talfahrt allerdings ab.

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.500 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

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