Sonntag, 19. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 423288

Börse Hamburg: Neues Jahreshoch im Fondshandel

Hamburg, (lifePR) - .
- Umsätze steigen im Juni auf mehr als 100 Mio. Euro

- Gewinnmitnahmen bei Aktienfonds treiben Handel

- Politische Unruhen drücken türkischen und brasilianischen Markt

Umsätze in Aktienfonds und offenen Immobilienfonds haben im Juni für ein neues Jahreshoch im Fondshandel an der Börse Hamburg gesorgt. Anleger handelten im vergangenen Monat insgesamt 101,2 Millionen Euro und damit rund acht Millionen mehr als im Mai.

Unter den zehn umsatzstärksten Fonds des Monats finden sich erneut allein fünf offene Immobilienfonds, bei denen die Anteilsrücknahme durch die Kapitalanlagegesellschaft ausgesetzt ist. Das größte Handelsvolumen gab es mit rund 12,8 Millionen Euro einmal mehr im CS Euroreal (WKN: 980500). Aber auch Immobilienfonds mit hohem Anlagevermögen, die nicht "eingefroren" sind, wurden stark gehandelt. So war der DEKA Immobilien Europa (WKN: 980956), der ein Vermögen von mehr als zwölf Milliarden Euro verwaltet, im Juni der am drittstärksten gehandelte Fonds.

Viele Anleger realisieren Gewinne nach jüngsten Kurssteigerungen

Beflügelt hat den Fondshandel auch das zuletzt erhöhte Kursniveau an vielen Aktienmärkten weltweit. Nachdem etwa der deutsche Aktienmarkt zuletzt auf neue Höchststände geklettert war, realisierten viele Anleger ihre Gewinne. "Sie nutzten dazu auch häufig die Möglichkeit der Börse Hamburg, über Stop-Loss-Marken automatisch Verkäufe auszulösen", sagt Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. Zahlreiche Verkäufe waren zum Beispiel beim DWS Top Dividende (WKN: 984811) zu beobachten, nachdem die Marke von 90 Euro pro Anteil durchbrochen wurde. Gegen Ende des Monats stabilisierte sich der Fonds und legte wieder zu.

Japan-Aktien weiter auf der Gewinnerstraße

Gute Performance erzielten Anleger im Juni erneut mit Aktienfonds, die in japanische Unternehmenswerte investiert sind. Unter den Top-10-Performern des Monats sind allein fünf dieser Fonds. Der Gouverneur der japanischen Notenbank hatte zuletzt eine Verdoppelung der Geldmenge bis Ende 2014 angekündigt, um die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. "Die offensive Zinspolitik der Bank of Japan verspricht günstige Liquidität für die Unternehmen und hat dem japanischen Aktienmarkt weiter Auftrieb gegeben", kommentiert Oliver Wetekamp, Leiter des Fondshandels an der Börse Hamburg, diese Entwicklung. Vor allem der Baring Japan Growth Trust (WKN: 973146) profitierte und konnte auf Monatssicht um rund sieben Prozent zulegen.

Mit einem Plus von mehr als fünf Prozent zahlte sich auch eine Investition in den Dexia Sustainable Pacific (WKN: 550965) für Anleger aus. Neben Japan investiert er auch in Neuseeland, Australien, Singapur und Hongkong. Performance-Spitzenreiter mit mehr als 16 Prozent Zuwachs war allerdings der DEGI Europa (WKN: 980780). Der offene Immobilienfonds steht kurz vor der Abwicklung. "Die große Nachfrage zeigt, dass offenbar immer noch viele Anleger auf gute Erlöse durch Objektverkäufe hoffen", sagt Wetekamp. "Sie spekulieren darauf, dass der aktuelle Börsenpreis unter dem liegt, was ihnen die Fondsgesellschaft am Ende auszahlen wird."

Gold im Keller - Märkte in Brasilien und der Türkei verlieren

Die großen Verlierer mit mehr als 20 Prozent Verlust waren im Juni ein weiteres Mal diverse Goldfonds. Zahlreiche Aktienfonds mit Minenwerten mussten starke Abschläge hinnehmen. Die Talfahrt beim Goldpreis zog aber auch Fonds, die in mehrere Rohstoffe investieren, in Mitleidenschaft.

Abschläge gab es zudem aufgrund der politischen Unruhen in Brasilien und der Türkei in den dortigen Aktienmärkten - das zog auch Fonds nach unten, die ihren Anlageschwerpunkt in diesen Ländern haben. Auch diese Portfolios verloren zweistellig.

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.500 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

MPC Indien 2 – Zahlreiche Beschwerden über falsche Anlageberatung

, Finanzen & Versicherungen, CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB

Berlin, 17.11.2017 – Zahlreiche Anleger sind über die Entwicklung des MPC Indien 2 enttäuscht. Es stellt sich Frage, ob sie ihr verlorenes Geld...

uniVersa erhält dreimal "Sehr gut" beim PKV-Test von Euro

, Finanzen & Versicherungen, uniVersa Versicherungen

Das Wirtschafts- und Anlagemagazin Euro hat in der Oktober-Ausgabe das Tarifangebot der privaten Krankenversicherung (PKV) auf den Prüfstand...

Kundenbefragung: Bank des Jahres 2017

, Finanzen & Versicherungen, DISQ Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG

Die Zufriedenheit der Kunden mit der eigenen Bank ist insgesamt hoch. Aber auch Ärgernisse sind keine Seltenheit – über 29 Prozent der Befragten...

Disclaimer