Sonntag, 19. November 2017


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Börse Hamburg: Immobilienfonds bleiben stärkste Asset-Klasse

Hamburg, (lifePR) - .
- Hohe Umsätze im ersten Halbjahr 2013
- Hamburg weiter der zentrale Börsenplatz für Handel mit offenen Immobilienfonds
- Umsetzung der AIFM-Richtlinie steht bevor - Anleger greifen zu

Offene Immobilienfonds (OIF) waren im Fondshandel der Börse Hamburg im ersten Halbjahr 2013 die mit Abstand am stärksten gehandelte Asset-Klasse. In der Summe kamen allein die Top 10 der Immobilienfonds nach Umsatz auf ein Handelsvolumen von mehr als 180 Millionen Euro. Darunter sind allein sechs Fonds, bei denen die Kapitalanlagegesellschaft die Anteilsrücknahme ausgesetzt hat. Hier bietet der börsliche Fondshandel die einzige Möglichkeit, Anteile börsentäglich zu kaufen und zu verkaufen. Umsatzspitzenreiter ist der CS Euroreal (WKN: 980500) mit einem Halbjahresumsatz von annähernd 60 Millionen Euro, gefolgt vom SEB ImmoInvest (WKN: 980230) mit 22,8 Millionen Euro und dem Axa Immoselect (WKN: 984645) mit 19,7 Millionen Euro.

"Wir freuen uns, dass wir unsere starke Position im Markt auch in der ersten Hälfte dieses Jahres halten konnten und nach wie vor der zentrale Handelsplatz für den Handel mit Anteilen an offenen Immobilienfonds sind", kommentiert Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Für viele Anleger sind Anteile an eingefrorenen offenen Immobilienfonds nach wie vor ein interessantes Investment."

Meldungen über Objektverkäufe beflügeln den Handel

Überdurchschnittlich hohe Umsätze in einem solchen Fonds sind regelmäßig dann zu verzeichnen, wenn die Kapitalanlagegesellschaft den Verkauf eines Objekts aus dem Portfolio meldet. "Vor allem beim DEGI Europa (WKN: 980780) steigt der Druck auf das Fondsmanagement, die verbleibenden Objekte zu verkaufen", erläutert Niklas Breckling von der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG. Der Fonds hat zum 30.09.2013 die Verwaltung des Sondervermögens gekündigt - verbleibende Immobilien gehen nach diesem Stichtag auf die Depotbank über. Vor allem diese besondere Situation hat für annähernd zwölf Millionen Euro Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres und für Platz sechs im Umsatzranking gesorgt.

Die beste Performance in einem offenen Immobilienfonds erzielten Anleger mit dem Morgan Stanley P2 Value (WKN: A0F6G8). Auch dieser Fonds soll zum 30.9.2013 aufgelöst werden. "Vor allem nachdem das Fondsmanagement im Mai mehrere Objekte verkaufen konnte, ging es mit dem Kurs nach oben", sagt Breckling. Zwischen Anfang Januar und Ende Juni stieg der Anteilspreis um annähernd ein Viertel (21,29 Prozent).

Stichtag für die Umsetzung der AIFM-Richtlinie naht

Auch der Handel mit Anteilen an offenen Immobilienfonds, die nicht eingefroren sind, floriert. Vor allem in Fonds, die ein großes Vermögen verwalten, gab es hohe Umsätze. Hintergrund ist, dass sich mit der Umsetzung der AIFM-Richtlinie (künftig Kapitalanlagegesetzbuch) ab dem 22.07.2013 die Haltefrist für Käufer solcher Fondsanteile ändert. Anleger, die bis zum Freitag, dem 19.07.2013, in offene Immobilienfonds investieren, können weiterhin bis zu 30.000 Euro pro Halbjahr an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Nach diesem Stichtag erworbene Anteile unterliegen einer 24-monatigen Mindesthaltedauer und einer 12-monatigen Kündigungsfrist. Der Kauf und Verkauf von offenen Immobilienfonds über die Börse Hamburg ist auch nach dem 19.7.2013 jederzeit ohne Berücksichtigung von Fristen möglich.

"Die Debatte um die Umsetzung der AIFM-Richtlinie in der deutschen Politik hat dem Handel mit Anteilen an offenen Immobilienfonds zusätzlichen Schwung verliehen", analysiert Ledermann. "Viele Anleger haben die Möglichkeit des günstigen und schnellen Kaufs über die Börse genutzt, um in die Anlageklasse einzusteigen." So waren die beiden größten offenen Immobilienfonds im deutschen Markt - der Deka-Immobilien Europa (WKN: 980956) und der hausinvest (WKN: 980701) in den ersten sechs Monaten des Jahres unter den am stärksten gehandelten Fonds an der Börse Hamburg.

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.500 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

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