Freitag, 15. Dezember 2017


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Börse Hamburg: Fondsumsätze im September bei rund 55 Millionen Euro

Hamburg, (lifePR) - Die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg erreichten im September ein Volumen von rund 55 Mio. Euro und lagen damit rund 6 Prozent unter dem Vormonat. Die Sommerferienzeit ging erst im September mit den großen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zu Ende. Damit sollten jetzt aber alle Marktteilnehmer zurück sein, um Anlageentscheidungen für die letzten Monate des Jahres treffen zu können.

Der Fondshandel wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Neben der Sommerpause spielt insbesondere das Geschehen an den Aktienmärkten eine wichtige Rolle. Zwar konnten die Umsätze zum Beispiel bei den DAX30-Werten im abgelaufenen Monat September wieder zulegen und das Kursniveau mit gut 12.700 Punkten ein neues Zwischenhoch markieren, die Marktteilnehmer scheinen jedoch von einer gewissen Skepsis geprägt zu sein. Dafür könnten mehrere Faktoren verantwortlich sein. Trotz positiver Konjunkturerwartungen für Deutschland (der  ZEW-Index verbesserte  sich im September deutlich um  7 auf 17 Punkte) scheint das Anlegerpublikum nicht wirklich überzeugt zu sein. Zu den Belastungsfaktoren zählen die weitere Zuspitzung der Eskalation zwischen den USA und Nordkorea, der starke Anstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar seit Anfang des Jahres und damit erwartete Nachteile für die Exportindustrie sowie last but not least die Ungewissheit vor und nach der Bundestagswahl. Letzteres dürfte über Wochen und Monate erhalten bleiben, denn auf dem Weg nach „Jamaika“ müssen noch einige Klippen umschifft werden.

Immobilienfonds dominieren die Umsätze im Fondshandel

Die Meinungen im Hinblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Europa, den USA und weltweit bleiben geteilt. Eine der spannendsten Fragen in diesem Zusammenhang ist: Wann fangen die führenden Notenbanken an, den gigantischen Liquiditätsschub der vergangenen Jahre zu drosseln bzw. sogar Liquidität abzuschöpfen? Würgen sie dadurch die Weltkonjunktur ab und bringen sie zusätzlich diverse Staatshaushalte ins Wanken?

Die Anleger tendieren eher zu einem defensiven Investitionsverhalten. Nicht umsonst dominieren unverändert offene Immobilienfonds (OIF) den Fondshandel an der Börse Hamburg. Neun der TOP 10 nach Umsatz gehören zu dieser Assetklasse, wobei die in Liquidation befindlichen OIFs zunehmend durch nicht in Abwicklung befindliche Fonds, wie zum Beispiel den hausInvest oder den Deka Immobilien Europa, abgelöst werden. Obwohl die Renditeerwartungen in dieser Assetklasse auf Sicht der nächsten Jahre eher moderat ausfallen dürften, fühlen sich die Anleger offensichtlich sehr wohl im Universum der Sachwerte.

Mit 6,3 Mio. Euro hat der CS EUROREAL (WKN: 980500) im September den Spitzenplatz im Umsatzranking zurückerobert. Auf Platz zwei nach Umsatz wurde mit 5,3 Mio. Euro der SEB Immoinvest (WKN: 980230) verwiesen, gefolgt vom hausInvest (WKN: 980701) mit 2,6 Mio. Euro.

Umsatzsprung bei „Next Generation“ - Rohstoff-Fonds

Einen bemerkenswerten Umsatz- und Performancesprung vollzog ein eher unbekannter Rohstofffonds. Der Structured Solutions - Next Generation Resources Fund (WKN: HAFX4V) erreichte einen Monatsumsatz von rund 1,1 Mio. Euro und erzielte allein im September eine Performance von fast 11 Prozent. Dieser Fonds investiert vorzugsweise in Rohstoffunternehmen, die im Bereich der sogenannten „Next Generation Rohstoffe“ aktiv sind. Hierbei handelt es sich um Rohstoffe wie z. B. Lithium, Kobalt oder Grafit, die aufgrund neuer Technologien (u. a.  für Elektrofahrzeuge) in Zukunft verstärkt benötigt werden..

Anstieg der Ölpreise läutet Trendwende bei den Energie-Fonds ein

Nachdem der Ölpreis seit Mitte Juni um 22 Prozent (WTI) bzw. 30 Prozent (Brent) zulegen konnte, gibt es auch bei den Energie-Fonds kein Halten mehr. Unter den TOP 10 nach Performance im Monatsvergleich finden sich ausschließlich Fonds mit dem Schwerpunkt Energie-Rohstoffe. Spitzenreiter im September war mit plus 15 Prozent der Invesco Energy Fund (WKN: A1CV20), gefolgt vom Schroder Global Energy (WKN: A0J29E) mit plus 14,5 Prozent. Auf Platz drei landete der BGF-World Energie Fund (WKN: A0BMA5) mit einer Performance von plus 13,9 Prozent.
 
Auf der Verliererseite fanden sich in diesem Monat überwiegend Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Türkei. Der HSBC GIF-Turkey Equity (WKN: A0D9FM) verlor rund 11,8 Prozent, der Türkisfund-Equities (WKN: 987858) und der DWS Türkei (WKN: A0DPW3) verloren 11,2 bzw. 11 Prozent.

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt. Mehr Informationen zum Fondshandel finden Anleger unter www.boersenag.de/fonds.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

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