Sonntag, 20. Mai 2018


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Börse Hamburg: Eurokrise lässt Umsätze im Fondshandel einbrechen

Hamburg, (lifePR) - .
- Im Juni Fondsanteile im Volumen von 80,5 Mio. Euro gehandelt
- CS Euroreal behauptet sich als Umsatzspitzenreiter
- Türkei-Fonds mit hohen Wertsteigerungen

Nach einem Jahreshöchststand im Mai ist der Umsatz im Fondshandel an der Börse Hamburg im Juni deutlich zurückgegangen: Anleger handelten Fondsanteile im Volumen von 80,5 Millionen Euro. Im Monat zuvor waren es 127,2 Millionen Euro gewesen. "Die Eurokrise hat bei den Privatanlegern zu großer Zurückhaltung geführt - das zeigt sich sehr deutlich in den niedrigen Umsätzen im Juni", sagt Niklas Breckling, Makler bei der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG. "Bei den offenen Immobilienfonds CS Euroreal und SEB ImmoInvest sind die Umsätze nach der Entscheidung für eine Abwicklung der Fonds gestiegen. Die Kurse ziehen nun wieder an, da die beiden Fonds begehrte Investments für längerfristig orientierte, institutionelle Anleger sind."

Aktienfonds unter den Umsatzspitzenreitern

Auch im Juni führten CS Euroreal (WKN: 980500) und SEB ImmoInvest (WKN: 980230) die Liste der am meisten gehandelten Fonds an: Anleger handelten im CS Euroreal Anteile im Volumen von 24,7 Millionen Euro, im SEB ImmoInvest waren es 7,5 Millionen Euro. "Bei den anderen offenen Immobilienfonds, die mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen haben, stagnierten die Umsätze", so Breckling. "Hier fehlen einfach die Verkäufer. Wer verkaufen wollte, hat das schon vor Monaten getan. Die restlichen Anleger sitzen die Liquidierung aus."

Im Juni befanden sich mehrere Misch- und Aktienfonds unter den umsatzstarken Fonds, darunter der Mischfonds Flossbach von Storch - Multiple Opportunities (WKN: A0M430) sowie die beiden Aktienfonds DWS Deutschland (WKN: 849096) und DWS Top Dividende (WKN: 984811). "Einige mutige Privatanleger sind wieder in Aktienfonds eingestiegen, da sie die Chance auf ein Ende der Eurokrise sehen", erklärt Breckling. "Rentenfonds waren wenig gefragt - bei einer drohenden Inflation sind nun einmal Aktien das Mittel der Wahl."

Anlageregion Türkei sorgt für hohe Gewinne

An den letzten beiden Handelstagen im Juni legten die Aktienkurse deutlich zu, was sich in der Performance vieler Aktienfonds widerspiegelte. Die höchste Wertsteigerung verzeichnete der Antecedo CIS Strategic Invest (WKN: A0YJL9) mit einem Plus von 25,0 Prozent. Hohe Gewinne erzielten insbesondere auch Aktienfonds mit dem Fokus Türkei: So legte der HSBC GIF - Turkey Equity (WKN: A0D9FM) um 19,9 Prozent zu, der iShares II-iShares MSCI Turkey (WKN: A0LGQN) und der DWS Türkei (WKN: A0DPW3) steigerten ihren Wert um jeweils mehr als 13,0 Prozent. "Als aufstrebende Volkswirtschaft könnte die Türkei langfristig ein enormes Potenzial bieten", erklärt Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Die vergleichsweise junge Bevölkerung und die hohe Binnennachfrage sind nur zwei Gründe für das Wachstum in diesem Land."

Die Aussichten für Aktienfonds insgesamt werden für die zweite Jahreshälfte positiv bewertet. "Ich gehe davon aus, dass Aktienfonds weiter an Handelsvolumen zunehmen werden, da sie unabdingbar für einen soliden Vermögensaufbau sind. Die Anleger werden die Vorzüge von Aktien wieder stärker wahrnehmen", erwartet Breckling. "Bei den Immobilienfonds haben wir noch immer eine Sondersituation, die die Umsätze auf jeden Fall weiter auf hohem Niveau halten wird."

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hamburg (Börse Hamburg)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr über 4.300 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt.

Die Börse Hamburg erteilt keine Anlageempfehlungen und veröffentlicht ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

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