Mittwoch, 13. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 678722

Fehlende Großgesuche auf dem Logistikmarkt Leipzig

BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Marktzahlen zum dritten Quartal 2017

Leipzig, (lifePR) - Der Leipziger Lager- und Logistikflächenmarkt kann die Dynamik aus den vergangenen sechs Jahren nicht beibehalten und erzielt mit 83.000 m² nach den ersten neun Monaten des Jahres ein eher moderates Ergebnis. Vor allem das dritte Quartal zeigte sich ungewöhnlich schwach. Hier wurde lediglich ein Flächenumsatz von 10.000 m² verzeichnet. Vor diesem Hintergrund können sowohl der Wert der Vorjahres (-48 %) als auch der langjährige Durchschnitt (-58 %) bei Weitem nicht erreicht werden. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Insbesondere großflächige Verträge über 20.000 m², von denen 2017 bisher nur einer am Markt registriert wurde, haben in den vergangenen Jahren für hervorragende Resultate gesorgt“, sagt Christopher Raabe, Head of Industrial Letting der BNP Paribas Real Estate GmbH. Aktuell sind in Leipzig jedoch vor allem Flächen bis 5.000 m² gefragt, die nur im mäßigen Umfang zum Resultat beitragen. Zu den größten Abschlüssen des Jahres zählen die beiden Eigennutzerdeals der Logistikdienstleister Finsterwalder Transport & Logistik in Halle (Saale) über 28.000 m² und der Internationalen Spedition Loth in Machern über 10.000 m².  

Nachdem Logistikdienstleister im Vorjahr nur den dritten Platz belegten, haben sie es bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Branchen mit knapp 63 % wieder an die Spitze geschafft. Einen nicht unerheblichen Beitrag leisteten hier die beiden genannten Großabschlüsse. Auf dem zweiten Rang folgen, dank einer Großvermietung über 10.000 m² im Star Park in Halle (Saale), die im vergangenen Jahr führenden Industrieunternehmen mit gut 12 %. Dem schließen sich mit etwa 9 % Handelsunternehmen an. Nur noch knapp 5 % entfallen auf den Bereich Ver- und Entsorgung und lediglich 1 % auf das Baugewerbe und Handwerk. Vervollständigt wird das Ranking durch die Sammelkategorie Sonstige, die auf gut 10 % kommt.

Großabschluss sorgt für ein Drittel des Umsatzes – Spitzenmiete zieht leicht an

Bei der Analyse der Größenklassenverteilung kommt erneut der genannte Großabschluss der Firma Finsterwalder Transport und Logistik zum Tragen. Über ein Drittel entfällt demzufolge auf die Kategorie über 20.000 m². Deals zwischen 8.000 und 12.000 m² gewinnen gegenüber dem Vorjahr gut 11 Prozentpunkte, wodurch sie auf gut 24 % kommen. Durch die hohe Nachfrage im kleinflächigen Segment steuern Abschlüsse unter 3.000 m² rund 22 % bei, die Kategorie zwischen 3.000 und 5.000 m² über 20 %. Anders als im Vorjahr wurden darüber hinaus bisher noch keine Deals zwischen 12.000 und 20.000 m² am Leipziger Markt registriert.

Nach wie vor konzentriert sich die Nachfrage insbesondere auf innerstädtische Light-Industrial– und Logistikflächen sowie auf das nördlich gelegene Umfeld, wo namhafte Unternehmen der Automobilbranche ansässig sind. Dem Markt steht hier jedoch kein ausreichendes Flächenangebot zur Verfügung, sodass es für viele Gesuche nicht mehr genügend Bestandsflächen gibt. Vor diesem Hintergrund ist für die Deckung des Bedarfs die Realisierung von Projektentwicklungen erforderlich. In den ersten drei Quartalen des Jahres hat sich ihr Anteil gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht, sodass insgesamt über 60 % des Flächenumsatzes auf Neubauten entfallen. Darüber hinaus hat die Entwicklung von Gewerbeparks im Kerngebiet bereits im vierten Quartal 2016 für einen leichten Anstieg der Spitzenmiete auf 4,45 €/m² gesorgt. Die Durchschnittsmiete zeigt sich hingegen mit 3,65 €/m² weiterhin konstant.

Perspektiven
„Auch wenn der Leipziger Logistik- und Lagerflächenmarkt bisher noch nicht die gewohnte Dynamik entwickelt hat, sollte die Nachfrage im letzten Quartal aufgrund der bestehenden Gesuche noch einmal spürbar anziehen. Dabei dürfte der überwiegende Teil aufgrund des knappen Flächenangebots in Neubauprojekten realisiert werden. Trotz allem sollten die Mieten ihr Niveau halten und sich bis Ende des Jahres weiter stabilisieren”, so Christopher Raabe.

Über BNP Paribas in Deutschland

BNP Paribas ist eine führende europäische Bank mit internationaler Reichweite. Sie ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon über 146.000 in Europa. In Deutschland ist die BNP Paribas Gruppe seit 1947 aktiv und hat sich mit 13 Gesellschaften erfolgreich am Markt positioniert. Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von rund 5.000 Mitarbeitern bundesweit in allen relevanten Wirtschaftsregionen betreut. Das breit aufgestellte Produkt- und Dienstleistungsangebot von BNP Paribas entspricht nahezu dem einer Universalbank.www.bnpparibas.de

BNP Paribas Real Estate Holding GmbH

BNP Paribas Real Estate ist ein führender internationaler Immobiliendienstleister, der seinen Kunden in mehr als 180 Büros umfassende Leistungen in allen Phasen des Immobilienzyklus bietet: Transaction, Consulting, Valuation, Property Management, Investment Management und Property Development. Das Unternehmen ist in 36 Ländern präsent (davon eigene Standorte in 16 Ländern und Kooperationspartner in weiteren 20 Ländern) und liefert mit 3.900 Mitarbeitern lokalen Service. BNP Paribas Real Estate ist eine Tochtergesellschaft des Finanzdienstleisters BNP Paribas und erzielte 2016 einen Umsatz von 704 Mio. €. Im Bereich Property Development wurden 154.000 m² fertiggestellt sowie mit dem Bau von über 1.500 Wohneinheiten begonnen. Im Investment Management wurde ein Anlagevermögen von 24,1 Mrd. € in Europa sowie im Property Management 38 Mio. m² Fläche verwaltet. Der Geschäftsbereich Transaction erreichte in Europa einen Flächenumsatz von 6,2 Mio. m²; das Investitionsvolumen belief sich auf 19 Mrd. €.
BNP Paribas Real Estate hat 2017 Strutt & Parker, einen der wichtigsten unabhängigen Akteure auf dem britischen Immobilienmarkt, übernommen.

Weitere Informationen: http://www.realestate.bnpparibas.com

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