Freitag, 24. Februar 2017


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Mobbing in der Schule - schubsen, ausgrenzen, fertigmachen

(lifePR) (Bochum, ) Wenn die Ferien enden, beginnt für viele Schüler erneut die Hölle. Dann ist es wieder an der Zeit sich möglichst unsichtbar zu machen. Sie sind Opfer von Mobbing-Attacken. Mobbing ist in Schulen weit verbreitet und macht das Leben vieler Kinder zum Spießrutenlauf. Oft leiden Mobbing-Opfer ihr Leben lang an den Folgen der systematischen körperlichen und seelischen Misshandlung.

Mobbing ist unter Kindern ein weitverbreitetes Phänomen. Untersuchungen unter Schülern zeigen, dass - in Abhängigkeit von der Altersstufe - jedes dritte bis zehnte Kind bereits einmal Opfer war. In der Grundschule ist Mobbing meist körperlicher Natur. Was als Hänselei beginnt, eskaliert oft und schnell. Es wird ganz offen geschubst, gekniffen, verprügelt. In den weiterführenden Schulen - und besonders unter Mädchen - geht es dann subtiler zu. Die Bandbreite reicht von Ignorieren und Lästern über den Ausschluss von Gruppenaktivitäten bis hin zum Vorenthalten wichtiger Informationen und Verbreiten von Gerüchten.

Effektives und grausames Werkzeug von Mobbing-Kampagnen ist das Internet. Anonyme Beschimpfungen, peinliche Fotos und Videos sowie Verleumdungen werden über soziale Netzwerke im Internet veröffentlicht und verbreiten sich in Sekunden.

Die Demütigungen, die Betroffene dadurch erleiden sind oft so schwerwiegend, dass ihr Selbstwertgefühl dauerhaft Schaden nimmt. Behandlungsbedürftige psychische und psychosomatische Erkrankungen sind nicht selten eine Folge. Die Schuld für ihre Ausgrenzung suchen Mobbing-Opfer meist bei sich selbst. Sie glauben den Tätern und fühlen sich tatsächlich völlig wertlos. Aus Scham und Angst vor weiteren Repressalien suchen sie nur selten Hilfe bei Erwachsenen. Stattdessen ziehen sie sich zurück, schwänzen die Schule und versuchen, sich unsichtbar zu machen, um den Tätern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. In extremen Fällen erscheint den Opfern ein Suizid als einziger Ausweg aus der aussichtslosen Situation.

Weil Mobbing über die Zeit zum Teufelskreis wird und sich über viele Jahre erstrecken kann, ist es wichtig, dass Eltern sofort einschreiten, wenn sie bei ihrem Kind Veränderungen bemerken, die auf Mobbing-Situationen hinweisen könnten. Typische Anzeichen sind neben sozialem Rückzug, Niedergeschlagenheit, Schulunlust und Leistungsabfall auch häufige blaue Flecken, wenige Freunde sowie Beschwerden wie Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen und Übelkeit, besonders morgens vor der Schule.

Die Gesundheitsexperten der BKK vor Ort empfehlen Eltern ihr Kind auf gemachte Beobachtungen anzusprechen und sich genau schildern zu lassen, was in der Schule abläuft. Um eine dauerhafte Lösung zu finden, ist es unumgänglich auch das Gespräch mit einem vertrauensvollen Lehrer zu suchen. Von einer direkten Konfrontation mit Tätern oder deren Eltern raten Experten ab.

Eltern von mobbenden Kindern sollten es offen darauf ansprechen und ihnen klar machen, dass dieses Verhalten nicht in Ordnung ist und welche Konsequenzen es für andere Kinder und sie selbst haben kann. Sie sollten aber auch ergründen, warum ihr Kind mobbt. Vielleicht weiß es Konflikte nicht anders auszutragen, wurde selbst gemobbt oder wird gezwungen, zu mobben.

Grundsätzlich sollten Eltern die Stärken, Besonderheiten und Talente ihrer Kinder fördern. Das steigert deren Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein und macht stark gegen Mobbing.

Infos im Netz unter:
- http://www.bzga.de/infomaterialien/unterrichtsmaterialien/?idx=844
- http://mobbing-schluss-damit.de
- http://www.learnline.schulministerium.nrw.de/blog/2014/01/08/cybermobbing

Viactiv Krankenkasse

Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 100.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.

Sitz der BKK vor Ort ist Bochum in Nordrhein-Westfalen.

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