Biogasrat: EEG-Entwurf 2016 konterkariert Gabriels Optimismus

Ohne Bioenergie scheitert die Energiewende

(lifePR) ( Berlin, )
In seiner heutigen Pressemitteilung verkündet Bundeswirtschaftsminister Gabriel optimistisch „Energiewende – Wir machen das!“ und verkennt damit die Realität. Im Gegenteil – der jetzt in der Ressortabstimmung befindliche Entwurf für das EEG 2016 bremst die Erneuerbaren Energien weiter aus. “Obwohl die klimafreundliche Erzeugung von Strom und Wärme aus Biogas und Biomethan ein unverzichtbarer Bestandteil für den Erfolg der Energiewende sind, wird der Branche bislang eine Wachstumsperspektive im Rahmen eines fairen Ausschreibungsmodells im EEG 2016 verweigert“ bemängelt Janet Hochi, Geschäftsführerin Biogasrat+ e. V. „Im jetzt vorliegenden Entwurf zur Novellierung des EEG spielen Biogas und Biomethan weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.“ Der Verband fordert daher nachdrücklich, dass erneuerbare Energie aus Biomasse im EEG 2016 mit einem Ausschreibungsmodell geregelt wird, wie Wind- oder Photovoltaikanlagen auch.

Biogas und Biomethan erbringen schon heute im Strom-, Wärme und Mobilitätssektor einen unverzichtbaren Mehrwert bei der Vermeidung von Treibhausgasemissionen, der in den Diskussionen zum EEG 2016 bislang viel zu kurz gekommen ist. Nur mit Biogas und Biomethan als dezentrale, erneuerbare Energie kann eine flexible Strom- und Wärmeproduktion unabhängig von Wetterschwankungen garantiert werden. Mit der Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz steht darüber hinaus ein kostengünstiger „Grüner Speicher“ zur Verfügung, der als ideale Backup-Lösung für die fluktuierenden Energien aus Wind und Sonne bei der Energieversorgung aber darüber hinaus auch als Gas-Kraftstoff genutzt werden kann. „Damit der nachhaltige Beitrag von Biogas und Biomethan zur Energieversorgung langfristig erhalten bleibt, muss ein Ausschreibungsmodell für Strom aus Biomasse die Bestandsanlagen, Erweiterungen von Bestandsanlagen und Neuanlagen gleichermaßen berücksichtigen,“ fordert Hochi. Den Fokus im EEG 2016 lediglich auf den Bestand und eine Anschlussförderung zu legen, greift ihrer Ansicht nach zu kurz, weil er der Branche eine verlässliche Wachstumsperspektive nimmt. Wir brauchen Planungssicherheit und stabile Rahmenbedingungen im EEG 2016, die der Bioenergiebranche ein wirtschaftliches Wachstum ermöglichen“, betont Hochi.
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