Donnerstag, 21. Juni 2018


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Regenerative Energie macht Schule

MESA Energie eG, die Solargenossenschaft der Max-Eyth-Schule Alsfeld, stellt sich vor

Heuchelheim, (lifePR) - Die Aula war kürzlich voll in der Max-Eyth- Schule. Rund 100 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Genossenschafts- und Aufsichtsratsmitglieder waren der Einladung der Solargenossenschaft MESA eG gefolgt. Seit 2010 wird hier auf dem Dach der Schule eine 20 kWp Photovoltaik-Anlage genossenschaftlich und gewinnbringend betrieben.

Welche Schul-Projekte die MESA Energie eG mit ihren Erträgen unterstützt, erläuterte zunächst Lehrer Johannes Breidt, Vorstandsmitglied der MESA Energie eG. So wurden eigene Wettbewerbe ausgeschrieben und im Rahmen von Unterrichtsprojekten z.B. Plakatserien zu fair gehandelten Produkten, nachhaltiges Handeln im Alltag oder zur Klimathematik erstellt oder es wurde ein alter PC mit Gebrauchtteilen aufgerüstet, damit er noch deutlich länger im Unterricht verwendet werden kann.

Nach einem anschaulichen Einstieg über eine Tüte mit besonders behandelten Gras-Pellets bot Lorenz Kock vom Amt für den ländlichen Raum als Vertreter der Bioenergie-Region Mittelhessen dem Publikum einen anspruchsvollen Vortrag. Eindringlich erläuterte er unter dem Titel "Regenerative Energie macht Schule" die Energiesituation in Europa. Anhand von Beispielen aus dem Vogelsberg veranschaulichte Kock die vielfältigen Möglichkeiten, fossile Energieträger durch regenerative zu ersetzen. Es gelang ihm aber auch den Bezug zum Alltag der Schülerinnen und Schüler herzustellen, etwa wenn es um die Beschäftigungsmöglichkeiten im Vogelsberg in der Branche ging, oder darum, dass die Energiewende "kluge Köpfe wie hier im Saal" braucht. So machte Kock den Schülern Mut: "Eure Zukunft Eure Jobs - die Energiewende ist auch eine Chance", meinte er und zeigte die prognostizierte Arbeitsplatzentwicklung von jetzt rd. 38 Tausend auf 500 Tausend bis zum Jahr 2020.

Auch das COMENIUS Projekt der Schule, das Stephan Hanisch vorstellte, befasst sich unter dem Titel SETI (Smart Energy Through IT) mit den Möglichkeiten regenerativer Energienutzung in Europa. Besonders interessant für die teilnehmenden Schüler sind dabei die Begegnungen und der Austausch mit den Schülern der Partnerregionen.

Im Anschluss stellte Elu Moderer (Vorstandmitglied der MESA Energie eG) die Energiegenossenschaft der Max-Eyth-Schule vor, deren Mitglieder durch den Erwerb von insgesamt 1000 Solarbriefen basisdemokratisch an allen Entscheidungen beteiligt sind. Eine gute Anregung für die Schülerinnen und Schüler war es, sich bei nächster Gelegenheit Genossenschaftsanteile schenken zu lassen, die es mittlerweile häufiger im Vogelsberg gibt und die langfristig Zinsen bringen. Weiterhin vorgestellt wurden die vielfältigen Möglichkeiten, Gelder für nachhaltige Projekte an der Schule zu bekommen.

Nach viel Theorie ging es nun nach draußen, um die Energiemessanlage vom SETI Projekt und die Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes des Beruflichen Gymnasiums direkt in Augenschein zu nehmen. Neu war für viele die Erkenntnis, dass während sie im Gebäude lernen, auf dem Dach so viel Strom produziert wird, wie 6 Haushalte mit je 3 Personen im Durchschnitt verbrauchen.

Die gelungene Veranstaltung konnte zeigen, dass es möglich ist, an einer Schule ein ökologisches Projekt nicht nur anschaulich, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich mit Nutzen für die Schulgemeinde zu betreiben.

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