Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Quantensprung im Verkehrsmanagement

Senat stellt VIZ vor Berlin wird Vorreiter für moderne Automobilität durch intelligente Verkehrslenkung

Berlin, (lifePR) - Bei der heutigen Sitzung des Hauptausschusses hat der Senat das Ergebnis eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens für ein neues Verkehrsinformationssystem vorgestellt. Es soll die seit 2000 bestehende Verkehrsmanagementzentrale (VMZ), deren Vertrag zum Jahresende ausläuft, ab Januar 2011 ersetzen. Die Anforderungen und Möglichkeiten moderner Verkehrstelematik konnten durch das bisherige System nicht mehr ausgeschöpft werden. Ziel des neuen Verkehrslenkungssystems ist es, durch wesentlich verbesserte technische Möglichkeiten das Spektrum moderner Verkehrsinformation und -lenkung zu erweitern. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: "Mein Ziel ist es, den Autofahrern zu helfen, den optimalen Weg durch die Stadt zu finden. Das System soll mit zeitgemäßer Technik den individuellen Autoverkehr und den Wirtschaftsverkehr dabei unterstützen, schneller in der Stadt voranzukommen."

Die "Verkehrsinformationszentrale" (VIZ) soll die privaten Mobilitätskosten durch Optimierung von z. B. Verkehrsmittelwahl, Reisegeschwindigkeit und Kraftstoffkosten verringern. Durch die VIZ werden städtische Bereiche von Umweltbelastungen befreit und die Lebensqualität in der Stadt insgesamt verbessert. Die VIZ wird unter anderem eine deutlich differenziertere Datenbasis zur Darstellung aktueller Verkehrssituationen und zur Prognose von Verkehrsentwicklungen haben. Mehr verfügbare Informationen werden schneller verarbeitet und sowohl über Informationstafeln, Rundfunksender wie auch online kostenlos veröffentlicht. Durch die dichtere Datenlage können Verkehrsstörungen schneller identifiziert und durch verkehrslenkende Maßnahmen flexibler korrigiert werden, als bisher.

Besonderes Innovationspotenzial bietet die VIZ im Hinblick auf Umweltaspekte. So soll das System neben der Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verbesserung der Verkehrssicherheit durch die Anbindung an andere Meßsysteme, wie etwa das Luftgüte-Messnetz (BLUME), Daten sammeln und verwerten, die es ermöglichen, Belastungsschwerpunkte für Luft und Lärm, sogenannte "Hotspots", zu erkennen und durch gezielte Eingriffe in die Verkehrslenkung zu reduzieren. Durch die bessere Prognose und gezielte Ableitung des Verkehrs sollen dann "Hotspots" schon vermieden werden, bevor sie entstehen. Die systematische Vernetzung mit anderen Datenbanken und Systemen wird einen deutlichen Mehrwert herstellen, der zum Beispiel durch die Verknüpfung mit dem ebenfalls geplanten "Airportbezogenen Verkehrs-Informationssystem" (AIRVIS) eine effiziente und verkehrsmittelübergreifende Anbindung an den kommenden Großflughafen sicherstellt.

Ziel des Stadtentwicklungsplans Verkehr ist es, die vorhandene Verkehrsinfrastruktur möglichst effizient zu nutzen. Deshalb ist Verkehrslenkung auch als eine Teilstrategie im StEP-Verkehr aufgenommen worden. Das VIZ stellt eine bedeutende Innovation in diese Richtung da. Ziel ist eine verkehrsmittelübergreifende, ressourcenschonende Mobilität, die durch die Optimierung der vorhandenen Infrastruktur, durch flexible, situationsabhängige technische Eingriffsmöglichkeiten erreicht werden soll.

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