Mittwoch, 25. April 2018


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Professor Dr. iur. Lauri Mälksoo erhält den Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gestiftet von der Peregrinus-Stiftung (Rudolf Meimberg)

Berlin, (lifePR) - Der diesjährige Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), gestiftet von der Peregrinus-Stiftung (Rudolf Meimberg), geht an Professor Dr. iur. Lauri Mälksoo. Der Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen von WissenschaftlerInnen aus den ost- und südosteuropäischen Ländern verliehen. Der Rechtswissenschaftler wird damit für seine exzellenten Leistungen auf dem Gebiet des Völkerrechts ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgt am 1. Dezember 2017 im Nikolaisaal in Potsdam im Rahmen des Einsteintages der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Lauri Mälksoo, der 1975 im estnischen Viljandi geboren wurde, ist seit 2009 Professor für Völkerrecht und Leiter der Abteilung für Öffentliches Recht an der Universität Tartu in Estland, der führenden juristischen Fakultät des Baltikums. Er studierte Rechtswissenschaft in Tartu und an der Georgetown University in Washington, an der er 1999 auch den LL.M. erwarb. 2002 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Dr. iur. promoviert. Anschließende Forschungsaufenthalte führten ihn in den Jahren von 2004 bis 2007 an die New York University sowie an die Universität von Tokio.

Hervorgetreten ist Lauri Mälksoo vor allem mit seiner 2015 erschienenen, international hochgelobten Monographie „Russian Approaches to International Law“, in der er die politische und intellektuelle Geschichte der russischen Völkerrechtswissenschaft und Völkerrechtspraxis vom Zarenreich über die Phase der Sowjetunion bis in die jüngste Gegenwart nachkonstruiert und erstaunliche Kontinuitäten dieser völkerrechtlichen Tradition belegt. Diese Publikation ist nicht nur wegen ihres epochenübergreifenden Ansatzes bemerkenswert, sondern auch, weil sie als ein Stück Rechtsgeschichtsschreibung unmittelbare juristische Relevanz sowohl für das Verständnis der russischen Völkerrechtspolitik als auch für die spezifischen völkerrechtlichen Probleme der Nachbarn Russlands, vor allem der baltischen Staaten entwickelt. Daneben hat Lauri Mälksoo zahlreiche, in englischer und estnischer Sprache verfasste Veröffentlichungen zum allgemeinen Völkerrecht, zum internationalen Menschenrechtsschutz sowie zur Theorie und Geschichte des Völkerrechts vorgelegt.

Lauri Mälksoo, der zu dem immer noch kleinen Kreis international tätiger osteuropäischer Völkerrechtler zählt, gelingt es mit seinem historisch gesättigten und politisch informierten Zugriff, die institutionellen Bedingtheiten des internationalen Rechts auf sensible Art und Weise zu reflektieren und zugleich Beiträge zu seiner Weiterentwicklung zu leisten. In seinen Beiträgen verbindet er exzellente wissenschaftliche Forschung mit einer historisch-methodischen Reflexion über das Baltikum als einem Ort der Wissenschaft, der Politik und des Rechts.

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