BDH Bundesverband Rehabilitation kritisiert Ausstieg der Arbeitgeber aus der solidarischen Finanzierung durch Zusatzbeiträge

Zur geplanten Erhöhung des Krankenkassenbeitrags und der Zusatzbeiträge erklärt die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller:

(lifePR) ( Bonn, )
"Die geplante Erhöhung der Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung ist ein weiterer Schritt zum endgültigen Ausstieg der Leistungsträger aus der Solidargemeinschaft. Dabei ist bislang noch nicht einmal klar, mit welchen Zusatzkosten die Versicherten rechnen müssen. Diskutiert wird unter anderem eine Lösung, bei der die bisherige Begrenzung von 1 Prozent, gemessen an der Versicherungsprämie, vollständig aufgehoben werden soll. Wir fordern die Politik auf, die solidarische Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber beizubehalten. Dies gilt auch für die Zusatzbeiträge. Das deutsche Gesundheitswesen hat in der Vergangenheit seine Krisenfestigkeit bewiesen. Die Finanzierung der Kosten des Sozial- und Gesundheitswesens trägt zur Stabilisierung unserer Gesellschaft, gerade in Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, bei. Auf die Beteiligung der finanziell Starken können wir nicht verzichten. Wir erwarten daher, dass die Politik zügig für einen Solidarausgleich sorgt. Uns geht es in erster Linie darum, dass Menschen mit geringeren Einkommen nicht zusätzlich belastet werden."

Der BDH Bundesverband Rehabilitation warnt vor der einseitigen Belastung der Arbeitnehmer durch den geplanten Anstieg des Zusatzbeitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung.

"In erster Linie wird diese Politik einmal mehr die Rentner und Bezieher geringer Einkommen belasten. Für uns ist es enttäuschend, erleben zu müssen, wie schnell sich das Versprechen der Bundesregierung, "mehr Netto vom Brutto", in Luft aufgelöst hat. Die Zeche werden in den kommenden Jahren die Schwächeren in unserer Gesellschaft zahlen, wenn nicht bald Vernunft einkehrt. Die Abwälzung der zusätzlichen Gesundheitskosten mit Zusatzbeiträgen auf die Versicherten ist eine Entsolidarisierung im Gesundheitswesen durch die Hintertür. Zur Finanzierung des Milliardendefizits sollte man über eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze, die derzeit bei 3.750 Euro liegt, nachdenken. Dies schafft zunächst Entlastung und lindert den Finanzierungsdruck", so Ilse Müller vom BDH Bundesverband Rehabilitation.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.