Mittwoch, 25. April 2018


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Handwerk warnt vor Explosion der EEG-Umlage

Traublinger: "Belastungsgrenze längst überschritten"

München, (lifePR) - "Die Bundesregierung scheint mit der Energiewende überfordert zu sein, wenn sie keine anderen Lösungen parat hat, als ständig nur die Erneuerbare Energien-Umlage (EEG) zu erhöhen", betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT) Heinrich Traublinger, MdL a. D., angesichts der Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Peter Altmaier, dass sich Privatkunden und Gewerbetreibende auf weiter steigende Strompreise einstellen müssten. Von einer Steigerung der EEG-Umlage um fast 50 Prozent von derzeit knapp 3,6 Cent pro Kilowattstunde auf 5,3 Cent ist die Rede. Die Belastungsgrenze für Mittelstand und Verbraucher sei längst überschritten. Sie finanzierten die Förderung der erneuerbaren Energien ohnehin bereits jetzt über Gebühr, so Traublinger. Der BHT-Präsident: "Es kann doch nicht sein, dass die Bürger und die mittelständischen Betriebe immer wieder aufs Neue zur Kasse gebeten werden, um industrielle Großverbraucher zu entlasten."

Die Belastung durch die EEG-Umlage hatte sich von 2009 auf 2012 bereits um über 200 Prozent auf 3,592 Cent pro Kilowattstunde erhöht. In der Addition kämen da für einen Handwerksbetrieb im Jahr schnell zigtausende von Euro zusammen, erklärt Traublinger. Die drohende neuerliche Erhöhung könnten viele energieintensive Handwerksbetriebe nicht mehr verkraften, da sie die steigenden Energiekosten nur zu einem geringen Teil auf die Preise umlegen könnten - während industrielle Großbetriebe von der Umlage befreit würden. Traublinger: "Man kann die Kosten der Energiewende nicht allein dem Verbraucher und dem gewerblichen Mittelstand aufhalsen!" Nach der Sommerpause entscheidet das Parlament über die Gesetzesvorlage von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, energieintensive Großbetriebe bis 2022 von der Ökosteuer auszunehmen. Traublinger fordert stattdessen, Entlastungsmöglichkeiten für Unternehmen stärker auf mittelständische Energieverbraucher zuzuschneiden. So sollte für energieintensive Betriebe die Entlastung bei der EEG-Umlage bereits bei 0,1 Gigawattstunden (GWh) beginnen.

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