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Pressemitteilung BoxID: 230427 (Bayerischer Gemeindetag, Körperschaft des öffentlichen Rechts)
  • Bayerischer Gemeindetag, Körperschaft des öffentlichen Rechts
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  • 80805 München
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  • Ansprechpartner
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Mehr regionale Wirtschaftsförderung für strukturschwache Gebiete

Gemeindetag begrüßt entsprechende Überlegungen der Staatsregierung

(lifePR) (München, ) Der Bayerische Gemeindetag begrüßt Überlegungen der Bayerischen Staatsregierung, mehr regionale Wirtschaftsförderung in strukturschwache Räume des Freistaates zu geben. "Der Schlüssel zum Erfolg sind attraktive Arbeitsplätze. Dann bleiben die Menschen in ihrer angestammten Umgebung. Daher ist es richtig und wichtig, Steuergelder dorthin zu leiten, wo Arbeitsplätze besonders notwendig sind: in strukturschwachen Gebieten des Freistaats, wie in der nördlichen Oberpfalz oder in Oberfranken" sagte Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl heute in München. "Nur wenn die Menschen eine Zukunft in ihrer Heimat sehen, bleiben sie auch dort. Andernfalls findet eine Abstimmung mit den Füßen statt. Vor allem junge Leute kehren ihren Heimatorten den Rücken und ziehen in die Ballungsräume. Dort entstehen dann neue Probleme, weil die Infrastruktur mit dem Zustrom nicht Schritt hält. Diese Binnenwanderungen gilt es abzuschwächen." Brandl wies darauf hin, dass nicht nur attraktive Arbeitsplätze, sondern auch die erforderliche Infrastruktur, wie Kindergartenplätze, Wasserversorgung, leistungsfähige Straßen und ausreichende Bildungsangebote in den strukturschwachen Gegenden vorgehalten werden müssen. Dafür müsse der Freistaat Geld locker machen und auch den Kommunalen Finanzausgleich stärker darauf ausrichten, um die Gemeinden vor Ort gezielt zu unterstützen. "Die Gemeinden und Städte stemmen sich mit Kräften gegen die absehbare Entwicklung. Ganz allein schaffen sie es aber nicht. Es ist ein Gebot der Solidarität, diesen Gemeinden unter die Arme zu greifen" sagte Brandl.

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von heute beabsichtigt die Bayerische Staatsregierung, verstärkt regionale Wirtschaftsförderung für den Nordosten Bayerns vorzusehen, um den dortigen Bevölkerungsrückgang zu bremsen. Innenminister Joachim Herrmann wird damit zitiert, dass es "nicht nur vertretbar, sondern sogar geboten" sei, mehr Geld in die strukturschwachen Regionen zu leiten.