Sonntag, 17. Dezember 2017


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Wechselwirkungen bei Arzneimittel: Apotheken in Bayern beraten

München, (lifePR) - „Wie lange darf ich eigentlich ein Schnupfenspray benutzen?" „Kann ich meine Kalziumpräparate auch noch weiterhin einnehmen, wenn mir der Arzt ein Antibiotikum verschrieben hat?" „Vertragen sich Aspirin und Blutdrucksenker?" – Gerade jetzt in der Erkältungszeit, wenn viele Menschen unterschiedliche Medikamente einnehmen, ist die Beratung in der Apotheke besonders gefragt, denn vor allem die sogenannten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Nahrungsmitteln werden häufig unterschätzt. Wir haben mit Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern gesprochen, wie jeder einzelne, sein Risiko für Wechselwirkungen reduzieren kann.

Wer ein Rezept einlöst oder Medikamente kauft, denkt nicht immer daran, dass Arzneimittel auch Probleme bereiten können.

Schmitt: Medikamente helfen und heilen. Viele Arzneimittel enthalten hoch dosierte chemische oder pflanzliche Wirkstoffe. Deshalb sollte man verantwortungsvoll damit umgehen. Besonders riskant sind die sogenannten „Wechselwirkungen". Das bedeutet, der Wirkstoff eines Medikaments reagiert mit anderen Stoffen, z.B. in anderen Medikamenten oder Lebensmitteln. Die Folgen können fatal sein. Untersuchungen haben ergeben, dass jedes Jahr mehr Menschen an der falschen Einnahme von Medikamenten sterben, als im Straßenverkehr. Die Gründe, warum Patienten Medikamente zusammen mit anderen Stoffen einnehmen, die sich nicht vertragen, sind unterschiedlich. Das kann daran liegen, dass der Patient von verschiedenen Ärzten Medikamente verordnet bekommt, ohne dass die Ärzte voneinander wissen. Besonders riskant wird es, wenn diese Arzneimittel auch noch in unterschiedlichen Apotheken geholt werden. Es kann aber auch an rezeptfreien Arzneimitteln liegen, die der Patient einnimmt, denn auch diese sollte man nicht unterschätzen.

Gibt es einige typische, besonders schwerwiegende Beispiele?

Schmitt: Johanniskraut, ein pflanzlicher Stimmungsaufheller, senkt die Wirkung der Anti-Baby-Pille. Bestimmte Schmerz- und Fiebermittel, gemeinsam eingenommen mit Medikamenten gegen Thrombose, erhöhen das Blutungsrisiko. Milchprodukte können die Wirkung bestimmter Antibiotika beeinträchtigen. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Die beste Sicherheit bietet hier ein aufklärendes Beratungsgespräch mit dem Apotheker. Meist helfen schon einfache Tipps in der Apotheke, um

Wechselwirkungen zu verhindern: So ist es beispielsweise bei Mineralstoffpräparaten wichtig, dass sie zeitversetzt zu anderen Medikamenten eingenommen werden. Zwischen der Einnahme von Schilddrüsenhormonen und Calcium sollten mindestens zwei Stunden liegen. Aber auch bei Antibiotika gibt es bei der Einnahme einen wichtigen Hinweis: Schlucken Sie Antibiotika am besten immer mit Wasser und nicht zusammen mit Milch, Tee oder Kaffee, so verhindern Sie hier Wechselwirkungen bereits durch eine einfache Maßnahme.

Wie kann ich als Patient auf Nummer sicher gehen?

Schmitt: Hier bewahrheitet sich das geflügelte Wort: „Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker". Durch intensive Beratung gerade bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten helfen wir dem Kunden, das für ihn richtige Präparat zu finden. Denn vergessen Sie nicht, auch diese Medikamente sind keine bunten Schokokugeln. Wenn sie nicht richtig angewandt werden, können sie mehr schaden als nützen. Deshalb gilt gerade bei der Selbstmedikation: Fragen Sie Ihren örtlichen Apotheker!"

Außerdem ist es ratsam, seine Arzneimittel wenn möglich immer aus derselben Apotheke, der Haus-Apotheke, zu beziehen. Der Apotheker ist dann mit der Medikation vertraut, hat also den Überblick über alle Mittel, die der Patient einnimmt. Nur wenn alle Medikamente einschließlich der Selbstmedikation erfasst sind, kann der Apotheker die relevanten Wechselwirkungen erkennen und in Absprache mit dem Arzt die richtigen Maßnahmen ableiten.

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