Sonntag, 24. Juni 2018


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Sonnenschutz bei Kindern besonders wichtig

Apotheker in Bayern geben Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne

München, (lifePR) - Sommerzeit ist Sonnenzeit. Doch Vorsicht: Die UV-Strahlung der Sonne ist gefährlich. Am schwarzen Hautkrebs, einer hochgradig bösartigen Entartung von Pigmentzellen, erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 14 000 Menschen. Weltweit ist Hautkrebs sogar die häufigste Krebsart der hellhäutigen Bevölkerung. Grund dafür ist der weitverbreitete Wunsch nach Bräune um jeden Preis. Die Apothekerinnen und Apotheker in Bayern möchten mit einigen wichtigen Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne dazu beizutragen, Hautkrebs vorzubeugen.

"Das Risiko für Hautkrebs wird häufig schon in den ersten Lebensjahren angelegt. Wer als Kind Pigmentmale durch UVStrahlung erworben hat, kann auch ohne zusätzliche Sonnenbrände mehr davon ausbilden. Daher ist Sonnenschutz bei Kindern besonders wichtig", erläutert Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern.

Das ABC des Hautschutzes

"Das ABC des Hautschutzes ist leicht erklärt", sagt Apotheker Schmitt. A steht für Ausweichen, B für Bekleiden, C für Cremen. "Wir Apotheker möchten mit sechs einfachen, leicht einzuhaltenden Regeln vor allem Eltern aufklären, wie Sie sich und Ihre Kinder vor Sonnenbrand und damit vor Hautkrebs schützen können."

1. Babys und Kinder bis zu 1 Jahr sollten überhaupt nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
2. Vor allem Kinder sollten in der Sonne immer sonnendichte Kleidung mit einem UV-Protektions-Faktor (UPF) von mindestens 30 tragen. Und immer eine Kopfbedeckung!
3. Bleiben Sie die ersten Urlaubstage auf jeden Fall im Schatten. Die Haut braucht Zeit, um sich an die Sonne zu gewöhnen.
4. Meiden Sie die Mittagsonne zwischen 11 und 15 Uhr.
5. Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen, wie Nase, Ohren, Lippen, Wangen und Fußrücken großzügig mit Sonnenschutzmittel ein. Tragen Sie die Sonnencreme eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auf, damit sie ihre Wirkung voll entfalten kann.
6. Vor allem Kinder, die häufig ins Wasser gehen, sollten nur wasserfeste Sonnencreme verwenden. Tragen Sie die Creme nach dem Abtrocknen nochmals auf.

Medikamente und Sonne vertragen sich nicht immer

"Auch Menschen, die Arzneimittel einnehmen, sollten sich nur bedingt der Sonne aussetzen. Denn einige Arzneimittel können die Haut für Licht empfindlicher machen", erklärt Apotheker Schmitt. Die Liste der sogenannten fotosensibilisierenden Wirkstoffe ist lang. Sie reicht von frei verkäuflichen Arzneimitteln wie Johanniskraut oder Zitronen- und Lavendelöl bis zu verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Bluthochdruck oder Psychopharmaka. Auch einige nur kurzfristig eingenommene Medikamente wie Antibiotika und Mittel gegen Allergien zählen dazu. Generell gilt: Wer Medikamente einnimmt, sollte vor ausgiebigen Sonnenbädern den Apotheker fragen. Wer beispielsweise bestimmte Antibiotika gegen Akne (Tetracycline) einnimmt und sich am Strand braten lässt, der riskiert einen sonnenbrandartigen Ausschlag. Auch einige Antibabypillen können zusammen mit ausgedehnten Sonnenbädern dunkle Flecken auf der Haut auslösen. "Bei einem Verdacht auf von Sonne und Medikamenten ausgelöste Hautentzündung empfiehlt sich der Besuch bei einem Hautarzt. Auf keinen Fall sollen Sie die Arzneimittel einfach eigenständig absetzen. Auf jeden Fall aber sollten Sie sofort aus der Sonne gehen und die Hautrötungen kühlen", empfiehlt Apotheker Schmitt.

TIPP: Regelmäßige Hautkrebsvorsorge!

Seit Juli 2008 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Früherkennungsuntersuchungen von Hautkrebs. Versicherte ab einem Alter von 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein Screening der Haut.

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