Dienstag, 20. Februar 2018


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Kleiner Pieks -große Wirkung

Die Apotheker in Bayern unterstützen die "Bayerische Impfwoche" von 4. bis 9. April

München, (lifePR) - Impfen ist eine der besten Vorbeugemaßnahmen der modernen Medizin. Deshalb sind Krankheiten wie Kinderlähmung, Tetanus oder Diphtherie oft nicht mehr im öffentlichen Bewusstsein. Viele Menschen sind schon dagegen geimpft, entsprechend selten sind sie. Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern gibt aber zu bedenken: "Auch wenn wir diese Infektionskrankheiten im täglichen Leben kaum noch sehen, ist die Gefahr keineswegs gebannt." Viele Apotheken in Bayern unterstützen deshalb die "Bayerische Impfwoche 2011" vom 04. bis 09. April und Apothekensprecher Schmitt erklärt in diesem Interview, warum Impfen wichtig ist - nicht nur im Säuglingsalter.

Bei der 2. Bayerischen Impfwoche wollen Sie speziell Jugendliche und junge Erwachsene zu Impfungen motivieren. Warum gerade die?

Apotheker Schmitt: Kaum ein Impfschutz hält ein Leben lang und kaum einer schützt für immer mit einer einzigen Impfdosis. Viele Impfungen müssen nach einem gewissen Zeitraum aufgefrischt werden. Da die ersten Impfungen meist im Säuglingsalter erfolgen, ist es gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wichtig, die Impfausweise zu kontrollieren, ob alle Standardimpfungen vollständig vorliegen.

Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Impfwoche liegt auf den Impfungen gegen Masern und Keuchhusten. Was ist der Grund dafür?

Apotheker Schmitt: Bei den aktuellen Masernausbrüchen sowohl in Bayern wie auch in anderen Teilen Deutschlands sind Jugendliche und junge Erwachsene vergleichsweise häufig betroffen. Dies spricht dafür, dass gerade diese Altergruppe nicht ausreichend immunisiert ist. Seit Juli 2010 empfiehlt daher die Ständige Impfkommission STIKO eine Masernimpfung für junge Erwachsene, die nach 1970 geboren sind und bisher nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden bzw. deren Impfstatus nicht bekannt ist. Neueste Untersuchungen zeigen, dass auch die Zahl der Keuchhustenerkrankungen bei Erwachsenen ansteigt. Daher empfiehlt die STIKO auch allen jungen Erwachsenen, vor allem aber Frauen mit Kinderwunsch und Beschäftigten in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen ihren Keuchhustenimpfschutz kontrollieren und gegebenenfalls auffrischen zu lassen.

Warum sollte man sich überhaupt impfen lassen? Oft ist doch zu hören, dass es besser ist, eine Krankheit durchzumachen? Und - ganz risikolos ist so eine Impfung ja auch nicht!

Apotheker Schmitt: Nur weil viele dieser Infektionskrankheiten im Kindesalter auftreten, werden sie oft verniedlichend als "Kinderkrankheiten" angesehen. Experten sind sich aber sicher, dass Erkrankungen wie Masern, Röteln oder Mumps keineswegs harmlos sind. Impfungen schützen vor Infektionskrankheiten und zählen zu den effektivsten Präventivmaßnahmen der modernen Medizin. Deshalb sind regelmäßige Schutzimpfungen für Kinder und Erwachsene sehr wichtig. Ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass schwere Nebenwirkungen, so genannte Impfschäden, sehr selten sind. Im Vergleich zu den Risiken einer Erkrankung, ist das mögliche Risiko durch die Impfung immer deutlich niedriger. Die Apotheker in Bayern kontrollieren die Impfausweise, sprechen mit den Verbrauchern über Für und Wider der jeweiligen Impfung und geben Tipps, wer sich wann gegen welche Krankheit impfen lassen sollte. Denn: Der kleine Pieks kann Leben retten!

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