Montag, 18. Dezember 2017


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Apotheker in Bayern warnen: Viele Medikamente vertragen sich nicht mit Alkohol

München, (lifePR) - Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. Das stimmt leider nicht immer: Wer Arzneimittel einnimmt, sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker Alkohol trinken. Bei einigen Medikamenten können zum Teil schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten, andere werden durch Alkohol nicht beeinflusst. "Die möglichen Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Alkohol sind vielfältig", so Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern. Alkohol kann beispielsweise die Wirkung von Psychopharmaka wie Beruhigungsmittel oder Antidepressiva dramatisch steigern. Aber auch Arzneimittel für Diabetiker treten mit Alkohol in Wechselwirkung. "Diese Kombination ist für den Verbraucher nur schwer einschätzbar. Man sollte deshalb in der Apotheke immer gezielt nachfragen", rät Apotheker Schmitt.

Medikamente können zu einer Alkohol-Unverträglichkeit führen

"Alkohol wird normalerweise in der Leber über die Zwischenstufe Acetaldehyd abgebaut. Einige Arzneimittel hemmen dessen weiteren Abbau. Die Folgen können Übelkeit, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck und Herzklopfen sein", warnt Schmitt. Patienten, die bestimmte Antibiotika oder Medikamente gegen Pilzinfektionen einnehmen, vertragen deshalb auch kleine Mengen Alkohol schlecht.
"Auf der sicheren Seite sind Patienten, die während der Arzneimitteltherapie vollständig auf Alkohol verzichten. Aber in vielen Fällen sind geringe Mengen Alkohol ab und zu vertretbar. Wer auf sein Glas Bier oder Wein nicht verzichten möchte, sollte den Apotheker nach möglichen Wechselwirkungen fragen. Das rate ich vor allem älteren Patienten", so Apotheker Schmitt.

Alkohol als Wirkstoff

Alkohol kann aber auch ein Wirkstoff sein, wie bei Desinfektionsmitteln oder durchblutungsfördernden Einreibungen. Häufiger wird er als Hilfsstoff verwendet, etwa als Lösungsmittel für pflanzliche Extrakte oder zur Konservierung. Über 18.000 Arzneimittel enthalten Alkohol.
Mit alkoholischen Lösungen, wie zum Beispiel Hustentropfen, werden bei der richtigen Dosierung meist nur sehr geringe Mengen Alkohol aufgenommen. So entsprechen 40 Tropfen einer 50%-igen alkoholischen Lösung der Alkoholmenge, die in einem Glas Apfelsaft enthalten ist. "Wer wegen einer Lebererkrankung oder einer Alkoholkrankheit ganz auf Alkohol verzichten muss, sollte sich in der Apotheke zu alkoholfreien Alternativen beraten lassen. Das gilt auch für die Patienten, die regelmäßig größere Mengen von hochprozentigen Zubereitungen trinken", sagt Apothekensprecher Schmitt.

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