Mittwoch, 22. November 2017


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Universitas semper reformanda

München, (lifePR) - „Die ärztliche Ausbildung muss wissenschaftlich sein“, fordert Dr. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), im Leitartikel der Novemberausgabe des Bayerischen Ärzteblattes. Eine Vielzahl sich ändernder Rahmenbedingungen und Voraussetzungen werde Einfluss auf das zukünftige ärztliche Berufsbild haben. Die Digitalisierung, die Urbanisierung und auch der zunehmende Trend zur ärztlichen Tätigkeit in Anstellung, in Teilzeit sowie zu größeren Kooperationsgemeinschaften oder Netzen, verbunden mit dem technologischen Fortschritt und dem demografischen Wandel veränderten die Versorgungslandschaft und damit die Patientenversorgung. Bayerns Ärzte-Chef beschreibt den tiefgreifenden gesellschaftlichen Umwandlungsprozess und stellt Fragen: Wie schaut der Arztberuf in zehn bis 15 Jahren aus? Welchen Einfluss wird die digitale Entwicklung auf das Berufsbild „Arzt“ haben? Welche Kenntnisse und Fertigkeiten werden dann gefragt sein? Welche Gebiete, Schwerpunkte und Zusatzgebiete werden notwendig sein? Welche Versorgungsstrukturen – hausärztlich/fachärztlich; ambulant/stationär – garantieren die ärztliche Versorgung? Welcher Professionen-Mix ist dafür notwendig? Wie gehen wir mit dem Phänomen der zunehmenden Spezialisierung, Subspezialisierung und Partikularisierung in der ärztlichen Versorgung um? Welche Arbeitszeitmodelle und Teilzeitformen sichern Attraktivität und Motivation? Wie lassen sich Beruf und Familie vereinbaren und wie sollte die universitäre Ausbildung aussehen, um den 2035 bestehenden Anforderungen/Herausforderungen bestmöglich gewachsen zu sein?

Kaplan verweist darauf, dass „der Wissenschaftsbezug wichtig“ sei. Und dies nicht nur um wissenschaftlich zu arbeiten, sondern auch um wissenschaftlich zu denken, was unabdingbar für eine erfolgreiche Betreuung der Kranken sei. Eine wissenschaftliche Ausbildung an einer Universität diene im Fach Medizin der Schulung einer kritischen Herangehensweise an die Fachprobleme, dem Erkennen von Fehlern in kritischer Selbstreflexion und schließlich der Gesundheit des Patienten. Allen Vorstellungen, die Hausarztmedizin an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, ehemals Fachhochschulen, anzusiedeln, erteilt der BLÄK-Präsident eine klare Absage.

Mehr zu „Universitas semper reformanda“ lesen Sie in der Ausgabe 11/2017 des Bayerischen Ärzteblattes unter www.bayerisches-ärzteblatt.de

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