Samstag, 18. November 2017


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"Aufstieg durch Bildung?" - hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion über Deutschland und die Türkei

Auf Einladung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und von IDIZEM Interkulturelles Dialogzentrum e.V. diskutieren am Donnerstag, 12. Juli 2012 Experten über aktuelle bildungspolitische Entwicklungen in der Türkei und in Deutschland

München, (lifePR) - Bildung prägt den Lebensweg jedes Einzelnen, entscheidet über wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand eines Landes und bestimmt schließlich die Zukunftschancen unserer Gesellschaft. In der Wissensgesellschaft ist Bildung ein wertvolles Gut, das idealerweise, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, allen gleichermaßen zugänglich sein sollte. Doch wie ist es um die Bildungssituation von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland bestellt? Was lässt sich über ihre Bildungsverläufe sagen, und inwiefern unterscheiden sie sich von denen anderer Kinder? Können überhaupt alle von einem Aufstieg durch Bildung profitieren, oder was müsste von politischer Seite unternommen werden, um die Bildungsgerechtigkeit zu stärken?

Ein weiterer Fokus der Diskussion richtet sich auf die jungen türkeistämmigen Akademikerinnen und Akademiker, die immer öfter Deutschland verlassen und in das Herkunftsland ihrer Eltern auswandern. Sie sind in Deutschland aufgewachsen, sind hier zur Uni gegangen und besitzen den deutschen Pass. Einige von ihnen treffen sich jetzt regelmäßig beim deutsch-türkischen Rückkehrer-Stammtisch in Istanbul. Welche Bedeutung haben die akademischen Rückkehrer in der Türkei, welche Folgen hat ihre Abwanderung für Deutschland? Und was sind eigentlich die Gründe - eine gescheiterte Integration, das fehlende Heimatgefühl oder eine flexiblere Berufswelt in der Türkei?

Die Podiumsteilnehmer aus der Türkei werden außerdem einen Überblick über die türkische Bildungslandschaft geben und über aktuelle bildungspolitische Entwicklungen informieren. Nicht nur neueste empirische Forschungsergebnisse, Zahlen und Fakten werden an diesem Abend eine Rolle spielen, sondern auch die ganz persönlichen Erfahrungen der Experten. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich in die Diskussion einzubringen.

Es diskutieren:

Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld, ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung (INBIL) an der Universität Bamberg und Leiter des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Seit 2002 hat er den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bamberg inne, wo er auch das Staatsinstitut für Familienforschung leitet.

Dr. Savaş Genç ist Dozent an der Fatih Universität Istanbul, wo er von 2008 bis 2011 die Abteilung für Internationale Beziehungen leitete. Er studierte an der Universität Heidelberg und machte dort seinen Master und Doktor in Politikwissenschaften. Außerdem unterrichtete er an verschiedenen europäischen Universitäten als Gastprofessor.

Prof. Dr. Ali Ibrahim Savaş ist Rektor der Cankiri Karatekin Universität. Der studierte Turkologe machte seinen Bachelor an der Universität zu Köln und seinen Master an der Universität Wien, wo er anschließend promoviert wurde. Als Professor für Geschichte der Neuzeit unterrichtete er an der Universität Kırıkkale und später an der Universität Gaziosmanpaşa.

Moderation:

Prof. Dr. Havva Engin ist Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Leiterin des Heidelberger Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik (Hei-MaT). Sie wurde 1968 in Edirne (Türkei) geboren und zog 1974 zu ihren Eltern nach Berlin.


Podiumsdiskussion: Aufstieg durch Bildung? Aktuelle Entwicklungen in der Türkei und in Deutschland
Termin: Donnerstag, 12. Juli 2012, 18 bis 19.30 Uhr
Ort: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München, Plenarsaal, 1. Stock
Informationen und Programm: www.badw.de/aktuell/termine/
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Die Podiumsdiskussion wird von BR alpha für die Sendereihe „Denkzeit“ aufgezeichnet.

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist eine der größten und ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Mit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Seit 2010 betreibt sie ein Förderkolleg für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern.

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