Schleswig-Holsteinische Kunstaktion unterstützt gefährdete Baumarten

(lifePR) ( Pinneberg/ Wedel, )
Bereits seit einem Vierteljahrhudert rückt die Initiative "Baum des Jahres" vom Aussterben bedrohte Bäume bundesweit in den Fokus der Öffentlichkeit und macht sich für ihren Erhalt stark. Zum Jubiläumsjahr hat die Künstlerin Anna Goldmund nun dem Europäischen Wild-Apfel (Malus sylvestris) ein Denkmal aus Acryl gesetzt. Ihr Gemälde vom Baum des Jahres 2013 ist ab sofort in Kunstdruckqualität im Internet erhältlich. Die Erlöse aus dem Verkauf kommen den Projekten des Vereins Baum des Jahres e.V. zugute.

Gänzlich neu ist die künstlerische Auseinandersetzung mit Bäumen für Anna Goldmund nicht mehr: Bereits im vergangenen Jahr erhielt sie von dem Pinneberger Baumpfleger und Gartenbau-Ingenieur Uwe Thomsen den Auftrag, der Europäischen Lärche als Baum des Jahres 2012 ein malerisches Gesicht zu verleihen. Eine große Herausforderung für die 41jährige Wedelerin, die bis dato zwar große Freude am Betrachten von Bäumen gehabt, sie aber noch nicht auf Leinwand gebracht hatte. "Die Europäische Lärche habe ich mir hart erarbeitet", schmunzelt die Künstlerin rückblickend. Mit Erfolg: "Anna Goldmund hat es geschafft, den Baum in seiner Botanik und seinem Habitus sehr naturgetreu darzustellen. Das ist wichtig, denn er soll ja von den Menschen wiedererkannt werden. Aus diesem Grund haben wir sie auch beauftragt, den 25. Baum des Jahres zu malen", sagt Thomsen.

Als Experte auf seinem Gebiet ist der passionierte Baumpfleger Thomsen Mitglied im Baum des Jahres e.V., der von dem Forstbotaniker Dr. Silvius Wodarz gegründet wurde. Jahr für Jahr entscheidet ein Fachkuratorium, welcher grüne Hüne Baum des Jahres wird. Eines haben viele der bisherigen 25 Titelträger gemeinsam: Sie sind in Europa selten, ja sehr selten geworden. Speziell diese Arten brauchen eine besondere Zuwendung, wenn sie nicht bald komplett aus den europäischen Landschaften verschwinden sollen. So auch der Wild-Apfel, den Anna Goldmund nun zumindest auf Leinwand unsterblich gemacht hat. "Der Wild-Apfel ist in Mitteleuropa die einzige von Natur aus vorkommende Apfelart. Er ist ein zäher, meist wild verzweigter und oft mehrstämmiger Baum, der selten höher als zehn Meter wird.

Deshalb fällt er dort, wo es ihn noch gibt, die meiste Zeit des Jahres kaum auf", berichtet Uwe Thomsen. Doch einmal im Jahr, zwischen Ende April und Anfang Mai, hat der Wild-Apfel seinen großen Auftritt. Dann entfaltet er für wenige Tage eine wunderschöne weiße Blütenpracht, die den ansonsten so unscheinbaren Baum weithin sichtbar macht. Genau in diesem schönsten Stadium hat ihn Anna Goldmund in ihrem Acryl-Gemälde verewigt.

Im Gegensatz zur Europäischen Lärche fehlte es ihr dieses Mal allerdings an natürlichen Vorbildern. Nur ein einziges, stark beschnittenes Exemplar eines Wild-Apfels konnte die Künstlerin in der Nähe des Wedeler Mühlenteiches entdecken. Diesen besuchte sie häufig, studierte sein eigenwilliges Geäst und prägte sich die kleinsten Details des Stammes und der Rinde ein. "Ich versuche, das Wesen des Baumes zu erkennen und den ihm eigenen Charakter in meinem Bild zu spiegeln. Gleichzeitig ist es mein Ziel, ihn botanisch so authentisch wie möglich abzubilden", sagt Anna Goldmund. Rund 100 Arbeitsstunden hat sie auf diese Weise mit dem Studium und dem Malen des Wild-Apfels verbracht. Blüte für Blüte, Astloch für Astloch näherte sie sich so ihrem grünen Porträt. Detailaufnahmen aus einem Kalender und aus dem Internet brachten weitere Informationen, zum Beispiel zu den Blüten des Baumes, die sie in natura zu der Zeit nicht sehen konnte.

Entstanden ist das beeindruckende Gemälde eines Baumes, den Anna Goldmund auf Grundlage ihrer verschiedenen Quellen frei kreiert hat. Es steht nun würdig für all seine gefährdeten Artgenossen in Europa. Es ist ein Bild, das Hoffnung gibt und einen prächtig blühenden Wild-Apfel in einer Umgebung zeigt, die ihm gefällt. Als Hintergrund stand das Wedeler Autal Pate, der Ort, an dem Anna Goldmund ihren einzigen echten Wild-Apfel fand. Vielleicht, so hofft sie, werden hier dank seiner Wahl zum Baum des Jahres bald noch andere Wild-Apfelbäume gepflanzt. Denn damit sich diese Baumart wieder eigenständig und sortenrein vermehren kann, muss ihre Population erhöht werden. Auch hier leistet die Initiative Baum des Jahres einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung: "Die Aufklärung rund um den Baum des Jahres und die damit verbundene Publicity hat in den vergangenen 25 Jahren dazu geführt, dass der jeweils gewählte Baum in ganz Deutschland verstärkt gepflanzt und somit in seinem Bestand gesichert wurde", sagt Uwe Thomsen.

Wer seinen persönlichen Beitrag zum Erhalt des Europäischen Wild-Apfels leisten und sich gleichzeitig schon jetzt ein Stück Frühling ins eigene Haus holen möchte, kann auf der Internetseite www.baumpflege-thomsen.de ab sofort hochwertige Plakatabzüge des Bildes von Anna Godmund bestellen. Zu einem Preis von 12,- Euro zzgl. Versandkosten kommen die 42 x 59 cm großen Bilder in Kunstdruckqua-lität direkt nach Hause. Die Erlöse aus dem Verkauf gehen an den Baum des Jahres e.V., der bundesweit Initiativen zum Schutz von Bäumen finanziert. Eine größere Auswahl der Werke von Anna Goldmund ist vom 31. Oktober bis zum 08. Dezember 2013 im Reepschlägerhaus in Wedel zu sehen. In einer Einzelausstellung präsentiert die Künstlerin hier Malereinen, Zeichnungen, Collagen und Scrapes.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.