Zweite Auflage des PPP-Leitfadens in Hannover vorgestellt

(lifePR) ( Bremen, )
Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung im Leibnizhaus wurde am 30. November 2011 in Hannover die zweite Auflage des Leitfadens "Privatwirtschaftliche Realisierung öffentlicher Hochbauvorhaben (einschließlich Betrieb) durch mittelständische Unternehmen in Niedersachsen" vorgestellt. Der Leitfaden wurde unter Federführung von Herrn Prof. Dr. Jacob von der TU Bergakademie Freiberg unter Mitwirkung des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, der Nord/LB, der N-Bank, der VHV Vereinigte Haftpflichtversicherung V.a.G. sowie des PPP-Instituts erarbeitet.

In ihrem Grußwort hob die Staatssekretärin im Niedersächsischen Finanzministerium, Frau Cora-Jeanette Hermenau, hervor, dass auch das Land Niedersachsen dem Ziel folge, Effizienzvorteile für das Land zu erwirtschaften und verstärkt das Instrument der öffentlich-privaten Partnerschaft prüfe. Die Entscheidung, ob eine Maßnahme im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft durchgeführt werde, bleibe am Ende immer eine Einzelfallentscheidung, die eine intensive Abwägung der Vor- und Nachteile sowie eine gründliche Prüfung der Wirtschaftlichkeit voraussetze. Bei der Vorbereitung einer solchen Entscheidung könne die Broschüre einen wertvollen Beitrag leisten.

Im Anschluss hieran stellte Herr Prof. Dr. Dieter Jacob in seinem Vortrag die Inhalte des Leitfadens vor, der auf circa 40 Seiten einen kompakten Überblick über den gesamten PPP-Prozess vermittelt. Wichtige Abläufe und Zusammenhänge werden durch Schaubilder zusätzlich veranschaulicht. Für weitergehende Lektüre und individuelle Vertiefung gibt es Hinweise auf die Fachliteratur.

Über ein erfolgreiches PPP-Projekt berichtete anschließend Herr Karl Meyer, Bürgermeister der Stadt Twistringen. Dort wurde der Neubau eines Gymnasiums als PPP-Projekt realisiert. Herr Meyer hob hervor, dass neben den Wirtschaftlichkeitsvorteilen auch festzustellen sei, dass die Nutzer der Schule in weitaus größerem Umfang als bei einer herkömmlichen Realisierung ihre Vorstellungen und Konzepte in das Projekt einbringen konnten, was auch zu einer sehr großen Zufriedenheit und zum Erfolg des Projektes beigetragen habe.

In seinem Schlusswort wies Herr Prof. Dipl.-Kfm. Michael Sommer, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, daraufhin, dass das Land Niedersachsen mit den Betreibermodellen für Kläranlagen bereits vor über 25 Jahren eine Vorreiterrolle eingenommen habe. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch die zweite Auflage des Leitfadens einen Beitrag dazu leisten könne, dem Konzept öffentlich-privater Partnerschaften in noch größerem Umfang als bisher zum Erfolg zu verhelfen.
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