Mittwoch, 22. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 443525

Hans Keßlers Briefe zum Bauhaus in Berlin erstmals vollständig veröffentlicht

Die historischen Dokumente schildern anschaulich die letzten zwei Jahre des Bauhauses bis zu seiner Schließung 1933

Berlin, (lifePR) - Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung veröffentlicht erstmals vollständig die Briefe des Bauhaus-Schülers Hans Keßler (1906-1997) aus den Jahren 1931-33 an seine Mutter. Die historischen Dokumente gehen zum Teil ausführlich auf die politischen und internen Ereignisse während der letzten zwei Jahre des Bauhauses ein. Die progressive Hochschule für Gestaltung war nach Vertreibung aus Dessau 1932 nach Berlin übergesiedelt und dort 1933 unter dem Druck der Nationalsozialisten endgültig geschlossen worden.

Die Veröffentlichung erscheint zum Start der "Triennale der Moderne", die bereits am 27. September 2013 eröffnet wurde. Die Triennale ist dem Welterbe der Architekturmoderne in Deutschland gewidmet und orientiert sich zum Auftakt in diesem Jahr inhaltlich an dem aktuellen Berliner Themenjahr "Zerstörte Vielfalt". 2013 erinnert Berlin an die im Nationalsozialismus zerstörte gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt der Stadt.

Keßlers Briefe an seine Mutter zählen zu den wenigen erhaltenen Dokumenten zu den letzten zwei Jahren des Bauhauses. Mit ihren Bemerkungen zu politischen Ereignissen und dem Alltag des Bauhäuslers sind sie kulturhistorisch bedeutende Primärquellen. Im April 1933 war das Bauhaus-Gebäude in Berlin von Polizei und SA umstellt, durchsucht und versiegelt worden. Mehrere Studierende wurden vorübergehend festgenommen. Um eine politische Gleichschaltung zu verhindern, beschloss der letzte Bauhaus-Direktor Ludwig Mies van der Rohe gemeinsam mit den in Berlin verbliebenen Lehrern im Juli 1933 die Selbstauflösung des Bauhauses.

"Hans Keßler. Die letzten zwei Jahre des Bauhauses. Briefe eines Bauhäuslers an seine Mutter" ist der zweite Band der 2012 gestarteten Publikationsreihe des Bauhaus-Archivs "Bauhäusler. Dokumente aus dem Bauhaus-Archiv". Fotografien und künstlerische Arbeiten Hans Keßlers aus dem Unterricht am Bauhaus illustrieren die Briefe.

"Hans Keßler. Die letzten zwei Jahre des Bauhauses. Briefe eines Bauhäuslers an seine Mutter", Hg. von Bauhaus-Archiv Berlin, 2013, erhältlich im Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin für 14,90 Euro, bei Versand über den bauhaus-shop 19,90 Euro.
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

Das Bauhaus‐Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin erforscht und präsentiert Geschichte und Wirkungen des Bauhauses (1919‐1933), einer der bedeutendsten Schulen für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert. In einem von Walter Gropius, dem Gründer des Bauhauses, entworfenen Gebäude steht die weltweit umfangreichste Sammlung zur Geschichte der Schule und zu allen Aspekten ihrer Arbeit jedem Interessierten offen. In zu-nehmendem Umfang widmet sich das Bauhaus‐Archiv neben seinen historischen Themen aus dem Umkreis des Bauhauses auch Fragestellungen zu zeitgenössischer Architektur und aktuellen Entwicklungen im Design.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Nikolausmarkt Kalkar 2017 - Gemütlicher Budenzauber lockt am 2. und 3. Dezember zum Stöbern, Naschen und Beisammensein

, Kunst & Kultur, Wunderland Kalkar

Jedes Jahr wieder, immer Anfang Dezember, singen kleine Kinder eines der schönsten Volkslieder ganz in der Hoffnung, leckere Kleinigkeiten von...

Die TUP legt positive Bilanz für 2016/2017 vor

, Kunst & Kultur, Theater und Philharmonie Essen GmbH

Eine positive Bilanz hat Berger Bergmann, der Geschäftsführer der Theater und Philharmonie Essen (TUP), für die Spielzeit 2016/2017 gezogen....

Muthesius Top im Kreativranking des ADC

, Kunst & Kultur, Muthesius Kunsthochschule

Im 4. Kreativranking des ADC (Art Directors Club) Deutschland machte die Muthesius Kunsthochschule und damit Schleswig-Holstein den größten Aufwärtssprung....

Disclaimer