Wie wirken sich niedrige Zinsen und Bauboom auf die Eigentumsquote aus?

(lifePR) ( Hamburg, )
Zinsen für die Immobilienfinanzierung bleiben in den letzten Jahren auf einem anhaltend niedrigen Niveau. Laut aktueller Verlautbarungen der Europäischen Zentralbank (EZB) wird sich die Zinspolitik kurzfristig auch nicht ändern. Stattdessen befeuert dies den Bauboom in Deutschland weiter: Das historisch lange Zinstief hat bereits zu einem starken Bau- und Immobilienboom in Deutschland geführt. Eine einfache Schlussfolgerung wäre ein entsprechender Anstieg der Wohneigentumsquote, dem ist jedoch nicht so. Zwar steigt dieser Wert auch kontinuierlich langsam an[1], jedoch korrelieren diese Daten bei weitem nicht mit dem gesunkenen Zinsniveau.

„Viele große Bauvorhaben, gerade in den Ballungszentren, betreffen Mehrfamilienhäuser und Eigentumswohnanlagen, die eher hochpreisig sind. Viele dieser Käufer waren bereits vorher Eigentümer und betreiben die Immobilien als Kapitalanlage. Hinzu kommt, dass die deutschen Banken ihre konservative Kreditvergabe beibehalten haben und weiterhin auf Sicherheiten wie auch in Hochzinsphasen setzen“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24.de (https://www.baufi24.de/).

Ein weiterer Faktor dürfte der Preisanstieg der meisten Immobilien sein. Viele Menschen können sich trotz der niedrigen Zinsen immer noch kein Eigentum leisten und bleiben deshalb weiter Mieter. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit nur 51 Prozent bei der Eigentumsquote immer noch weit hinter den europäischen Nachbarn zurück.[2] 

[1] https://bankenverband.de/blog/eigentumsquote-deutschland-stagniert/

[2] https://www.iwd.de/artikel/wohneigentum-zwischen-wunsch-und-wirklichkeit-427866/
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