Dienstag, 17. Oktober 2017


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Tier der Mela & Co. im Kleintierzelt viel bestaunt

Kleinvieh macht auch Furore

Neubrandenburg, (lifePR) - Manfred Ehling kommt kaum zum Luftholen. Immer wieder muss der Vorsitzende des Sondervereins "Rostocker Tümmler" Fragen zu der noch immer vergleichsweise seltenen Taubenrasse beantworten. Die einzige Geflügelrasse mit Ursprung in Mecklenburg galt zwischendurch schon mal aus ausgestorben. Waren die weitestgehend auf den Großraum Rostock beschränkten Bestände schon nach dem 1. Weltkrieg deutlich dezimiert, so folgte im Zuge des 2. Weltkrieges das endgültige Aus. Erst Ende der 1950-er Jahre fanden sich Züchter, die die Rasse neu hervorbrachten. "Wie das geht, dass es eigentlich ausgestorbene Tiere plötzlich wieder gibt", will Gerd Burmeister aus Neubrandenburg wissen. Geduldig erklärt Manfred Ehling dem Messebesucher die Arbeit des Züchters, wie auf Basis mehrerer anderer Rassen durch Kreuzung letztlich wieder der Rostocker Tümmler hervorgebracht werden konnte.

Von einst 4 Farbschlägen sind 3 inzwischen wieder anerkannt. Stephan Bleck aus Malpendorf bei Neubukow hat sie alle - rot, gelb und schwarz. Nun ist er drauf und dran auch den einst sehr gefragten Farbschlag blau wieder hervorzubringen. Eine Aufgabe die sich kaum ein anderer Züchter zutraut. Selbst das erfahrenste Mitglied im Verein, Hermann Schütt aus Rostock-Dierkow, der auch mit einer eigenen Kollektion zur Mela gereist ist, hat die Versuche wieder aufgegeben.

Der Vorsitzende des Rostocker Taubenzüchtervereins Dr. Karl Studier glaubt dennoch das Dank der Arbeit von Stephan Bleck der blaue Rostocker Tümmler künftig wieder gezeigt werden kann. Selbst ist der Dummerstorfer mit "Deutschen Schautipplern getigert" auf der MELA präsent. Für die Kollektion gab es von den Richtern ein "Vorzüglich".

Gleich über mehreren Schafboxen in der Kleintierhalle hängen Siegerschleifen der Landestierschau. Die Schäferei Isderski aus Selpin konnte mit einer Kollektion Ile de France glänzen, Kurt und Marianne Luckmann aus Stolpe mit Ostfriesischen Milchschafen und Harald Hesse aus Groß Grabow mit Schwarzköpfigen Fleischschafen.

Die Rassekaninchenzüchter unterdessen gedenken mit einer kleinen Sonderschau ihres kürzlich verstorbenen langjährigen Mitglieds Rudi Wulf. Er hatte in den 1970-er Jahren die "Mecklenburger Schecken" nach intensiver Zuchtarbeit zur Anerkennung gebracht. Christopher Kröplin aus Neuendorf bei Bützow, der erst kürzlich selbst mit der Zucht von Blauen Wienern begonnen hat, zeigt Besuchern immer wieder gern auch die Mecklenburger Schecken. Darunter ein Exemplar von Uwe Ahrens aus Ribnitz-Damgarten, das mit "Sehr gut in allen Positionen" bewertet wurde.

Allein die gegenüber dem letzten Jahr deutlich zurückgegangene Zahl der Aussteller bereitet Standbetreuer Joachim Siewert aus Selow, Landkreis Rostock, einiges Kopfzerbrechen. "Immer mehr Züchter können sich den finanziellen Aufwand, der für so eine Präsentation betrieben werden muss, nicht mehr leisten", so der Senior.

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