Freitag, 22. Juni 2018


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Erhöhtes Risiko für Verbrennungen zu Weihnachten

Bei Verbrühungen mit dem Kind zum Arzt gehen

Berlin, (lifePR) - Gerade zur Weihnachtszeit, wenn Kerzen oder heiße Getränke auf dem Tisch stehen, steigt für Kleinkinder das Risiko für Verbrühungen und Verbrennungen. Auch wenn sich manche Verletzung am Ende als harmlos entpuppt, rät die BARMER zur Vorsicht. „Eltern sollten immer einen Arzt aufsuchen, wenn sich das Kind verbrannt hat. Bei kleinen Kindern ist die Haut besonders dünn und kann leicht geschädigt werden“, sagt Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der BARMER. Bereits eine Tasse mit heißem Tee könne schwere Verbrühungen beim Kind hervorrufen. Daher solle man Behälter mit heißen Flüssigkeiten in der Mitte des Tisches stehen lassen und auf herunterhängende Tischdecken verzichten.

Umgang mit Brandverletzungen

Wie Eltern bei einer Verbrennung des Kinders zunächst reagieren sollten, hängt von deren Schwere ab. „Bei einer Verbrennung ersten Grades ist die Haut gerötet, geschwollen und schmerzt. Man sollte betroffene Partien unter fließendem Wasser in Zimmertemperatur mindestens zehn Minuten lang kühlen. Anschließend können feuchte Umschläge helfen“, sagt Petzold. Von Coolpacks aus dem Gefrierfach oder Eiswürfeln rät die Expertin ab, da zu große Kälte das Gewebe weiter schädigen könne. Verbrennungen zweiten Grades führten zur Blasenbildung und stärkeren Schmerzen. „Brandblasen sollte man nicht in Eigenregie öffnen, denn dadurch steigt die Infektionsgefahr. Hausmittel wie Mehl, Puder oder Cremes sind fehl am Platz, weil diese die Beurteilung der Wunde durch den Arzt erschweren“, so Petzold. Ab Grad drei spreche man von schweren Verbrennungen, bei denen das Gewebe irrever-sibel geschädigt sei. Hier müssten Eltern sofort den Rettungsdienst rufen.

Acht Prozent verbrannte Haut können lebensbedrohlich sein

Ein Kind könne je nach Alter bereits einen lebensbedrohlichen Kreislauf-Schock bekommen, wenn fünf Prozent des Körpers eine Verbrennung zweiten oder dritten Grades aufweisen. Die kritische Fläche sei sehr schnell erreicht, sagt Petzold. So machten bei einem Kleinkind der Arm, der obere und untere Rücken sowie Brust und Bauch jeweils neun Prozent der Körperoberfläche aus. Das Bein entspreche 14 Prozent und der Kopf 18 Prozent.

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