Warten auf Nachrichten

Die Marktmeinung aus Stuttgart von Michael Beck

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Chefin der US-amerikanischen Zentralbank hat in ihrer heiß erwarteten Rede in Jackson Hole ihre Bereitschaft, die US-Leitzinsen zu erhöhen, bekräftigt. Nun fragt sich die Investorenschaft, ob dies bereits im September oder doch erst im Dezember stattfinden wird. Die Wahrscheinlichkeit für den einen wie den anderen Fall wird von der Qualität der sukzessiv eintreffenden Nachrichten zur Lage der Wirtschaft abhängig gemacht. So vertreiben sich die Marktteilnehmer derzeit bei der Sommerhitze die Zeit vor allem mit einer Tätigkeit: Warten auf Nachrichten. Nach den jüngst positiv ausgefallenen Meldungen, wie z. B. dem unerwartet stark gestiegenen Verbrauchervertrauen in den USA, sind es vor allem die US-Arbeitsmarktdaten kommenden Freitag, die weitere Klarheit bringen sollen. Ob das letztendlich der Fall sein wird, bleibt jedoch zweifelhaft. Es müssen wohl noch weitere Nachrichten abgewartet werden. Warten muss auch der spanische König, denn es sieht nicht danach aus, dass in Spanien im nun dritten Anlauf ein Ministerpräsident gewählt wird, den er vereidigen kann. Es wird abgewartet, wie es im Brexit-Verfahren weitergeht. Die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin müssen ebenso abgewartet werden wie der Ausgang des Referendums in Italien, an das Regierungschef Renzi sein politisches Überleben geknüpft hat, sowie die US-Präsidentenwahl, die beide allerdings erst im November stattfinden werden. Die Zeit des Wartens wird wohl noch einige Zeit verlängert werden.

Ein bisschen scheint sie die Marktteilnehmer zu zermürben, denn die Stimmung in Euroland, gemessen am Economic Sentiment Index beginnt sich einzutrüben. Auch der Business Climate Indicator, der das Vertrauen in der Industrie misst, bildet sich zurück. Die Indikatoren befinden sich aber immer noch auf auskömmlichem Niveau, eine Rezession zeichnet sich nicht ab. Auf diese möchte aber auch niemand warten.

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