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Pressemitteilung BoxID: 706784 (Bankhaus Ellwanger & Geiger AG)
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Investoren-Nervosität

(lifePR) (Stuttgart, ) Nervös sind die Investoren, die sich auf dem internationalen Parkett tummeln, immer. Nur die Gründe unterscheiden sich in der Regel. Fragt sich, was derzeit zur Nervosität einlädt – und da gibt es einiges: steigende Zinsen in den USA, die Bildung einer EU-(und Euro?)kritischen Populisten-Regierung in Italien und das Pulverfass Naher Osten, dessen Lunte immer kürzer glimmt und den Rohölpreis in immer höhere Gefilde hievt.

Zusätzlich nehmen die Sorgen um die Schwellenländer immer mehr zu, wobei hier stark unterschieden werden muss. Nicht alle Schwellenländer sind gleichermaßen betroffen. In der Türkei erfindet beispielsweise der alte und wahrscheinlich neue Präsident Erdogan eine neue Geldpolitik, indem er als einziger „Geldpolitiker“ der Welt auf die Idee kommt, stark steigende Inflationsraten mit Zinssenkungen bekämpfen zu wollen. Die ausländischen Kapitalgeber, auf die das Land angewiesen ist, sind wenig angetan, was der auf ein Rekordtief gefallene Türkische-Lira-Kurs verdeutlicht. Erdogan reiht sich ein in die Phalanx unbelehrbarer Politiker, die sich mit ihren Entscheidungen über jede wirtschaftliche Vernunft stellen.

In den USA zeigt sich dies mit den erratischen Handels- und Zoll-Entscheidungen des US-Präsidenten Trump, der die Investoren gleichermaßen verunsichert. Er schwächt den US-Dollar, obwohl der Zinsabstand zum Euro auf Rekordhöhen angelangt ist, was die Inflationsraten und damit die langfristigen Zinsen steigen lässt. 

Mit Argusaugen betrachten internationale Investoren den Zinsanstieg in den USA. Die 10-Jahres-Rendite der US-Staatsanleihe ist mit 3,05 % nun über die 3 %-Marke gesprungen. Die Hoffnung lag darin begründet, dass ernsthafte Nervosität erst ab einer Verzinsung von ca. 3,5 % auftritt. Nun scheint dies bereits früher der Fall zu sein. Die US-Aktienmärkte gaben gestern Abend als Folge des Zinsanstiegs zumindest deutlich nach. Zeitgleich weisen die Wirtschaftsdaten in Deutschland und Europa eine kleine Delle auf. Noch können Warnstreiks, Grippewelle und ungünstig liegende Osterferien als Wachstumsbremser im ersten Quartal identifiziert werden. Für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte wäre es wichtig, dass die Wirtschaftsdaten in den nächsten Quartalen wieder anziehen und die Delle vergessen machen. Die nervösen Investoren werden dies gespannt verfolgen.  

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