Hohe Schwankungsbreite durch Konjunkturunsicherheit

Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) ( Stuttgart, )
Schwache Daten beim US-Verbrauchervertrauen haben vielen Anlegern die Kauflaune verdorben. In der Summierung zeichnet sich ein ernüchterndes Bild ab, da die US-Zahlen seit März enttäuschen, und dies nicht nur im Immobiliensektor, sondern auch bei den Arbeitsmarktdaten. Es sieht nicht danach aus, als ob die USA ihre Probleme kurzfristig lösen können. Insofern steht dieser Aufschwung auf wackeligen Beinen, da er ausschließlich von der expansiven Fiskalpolitik der Fed getrieben wird. In Europa haben die Anleger das Schuldenproblem von Griechenland etwas in den Hintergrund gedrängt, nachdem es zu Spekulationen kam, dass ein zweites Rettungspaket geschnürt wird, wonach Deutschland angeblich Zugeständnisse macht und für weitere Hilfen bereitsteht. Insbesondere der Euro konnte davon profitieren, der wieder über 1,44 zum Dollar anstieg. Dass die Investoren aber sehr unsicher sind, zeigt auch der unveränderte Anstieg des Goldkurses, der sich wieder in Richtung seiner alten Höchstmarke vom April diesen Jahres zu bewegen scheint. Nicht so gut läuft es für einige Unternehmen. Nachdem in der Branche der Banken die Commerzbank einen Ausverkauf nach dem anderen erleben musste, scheint nun in der Technologiebranche Nokia in Richtung "Ramschkurse" zu verfallen. Die Probleme nehmen überhand und eine Gewinnwarnung jagt die nächste. Teuer wird es auch für die Versorgungsunternehmen. Nachdem die Bundesregierung trotz veränderter Rahmenbedingungen nun doch die Atomsteuer beibehalten will, schreiten die großen Unternehmen, angeführt von E.ON, jetzt den Rechtsweg ein. Für den Anleger bedeutet dies, dass neue Daten von den Unternehmen nur noch seltener kommen. Die Zahlen für das zweite Quartal werden nicht vor Mitte Juli bekannt werden, wodurch ein wichtiger Kaufaspekt fehlt. Die Indizes sehen nach einer breiten Seitwärtsbewegung aus. Der DAX hat nach wie vor eine große Unterstützung auf Basis der 7.000-Punkte-Marke. Die aktuelle Aufwärtsbewegung kann ihn durchaus wieder in Richtung 7.400 Punkte führen. Viel mehr ist allerdings in der aktuellen Situation nicht wahrscheinlich. Der Euro Stoxx 50 bleibt in seiner Seitwärtsbewegung zwischen 2.550 Punkten und 2.700 Punkten. Der Dow-Jones-Index liegt auf seiner 100-Tage-Durchschnittslinie, ist unterstützt von der 12.000-Punkte-Marke und dürfte kurzfristig auch nicht die 12.650-Punkte-Marke überschreiten.

Die Märkte scheinen etwas auf der Stelle zu treten. Alle positiven Ergebnisse bezüglich der Unternehmen und der deutschen Konjunktur scheinen in den Kursen enthalten zu sein und mangels neuer Nachrichten werden nun doch wieder die bereits bekannten schlechten Rahmendaten in den Fokus gerückt. Die Schuldenkrise in Europa, insbesondere in Griechenland, wird auch weiterhin die Kursschwankungen an den europäischen Aktienmärkten beeinflussen. Analog ist das Konjunkturumfeld in den USA zu sehen, da sich auch hier ständig die guten mit den schlechten Nachrichten abwechseln. Solange allerdings das Zinsniveau auf niedrigem Level bleibt, führt der große Liquiditätsstrom weiter in Richtung Aktien und verhindert somit größere Kursrückgänge. Für den Anleger bleibt nur die Möglichkeit, bei kurzen Rückschlägen selektive Käufe vorzunehmen, wobei die defensive Strategie bezüglich der Branchenausrichtung weiterhin beibehalten werden sollte. Dies gilt für die Branchen Gesundheitswesen/Medizintechnik und den Pharmabereich. Positiv profitieren könnten die Unternehmen von der veränderten politischen Landschaft bezüglich des Atomstroms, wie Österreichischer Verbund, Fortum oder Alstom.
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