lifePR
Pressemitteilung BoxID: 382399 (Bankhaus Ellwanger & Geiger AG)
  • Bankhaus Ellwanger & Geiger AG
  • Börsenplatz 1
  • 70174 Stuttgart
  • http://www.privatbank.de
  • Ansprechpartner
  • Michael Beck
  • +49 (711) 2148-242

Geldschwemme und Regulierung

(lifePR) (Stuttgart, ) Die japanische Notenbank reiht sich in den Reigen der Zentralbanken ein, die die Geldschleusen immer weiter öffnen. Ihre Ankündigung, das Inflationsziel von 1 auf 2 Prozent zu erhöhen und unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen, übertraf die Markterwartungen. Viele Investoren waren davon ausgegangen, dass das japanische Anleihenkaufprogramm schrittweise ausgebaut wird. Es beginnt sich ein gefährlicher Weg abzuzeichnen, denn die aggressive Abwertungspolitik der japanischen Regierung beziehungsweise Notenbank könnte den Yen entscheidend schwächen und somit den lang befürchteten Abwertungswettlauf in Gang setzen, der bis dato zum Glück während der Bewältigungsphase der Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise ausgeblieben war. Insbesondere Schwellenländer, die das Weltwirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren gestützt haben, befürchten negative Auswirkungen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Die großen Zentralbank-Maßnahmen sind weiter in Mode und der Grund dafür ist, dass die Märkte annehmen, die Zentralbanken werden es schon richten. Ein Beispiel ist die jüngste Staatsanleihenauktion Spaniens, die überaus positiv verlaufen ist und stark überzeichnet war. Die Frage stellt sich, ob das daran liegt, dass die Schuldenkrise in Spanien ad acta gelegt werden kann, oder ob es ein Anzeichen des übergroßen Vertrauens in die EZB be2 ziehungsweise des Rettungsschirms ist, der im Notfall schon einspringen wird. Der wachsende Optimismus zeigt sich derzeit am deutlichsten in den Kursentwicklungen der "sicheren Häfen". Bundesanleihen und US-Treasuries haben deutliche Kursrückgänge erfahren, ebenso wie der Goldpreis oder Fluchtwährungen, wie der Schweizer Franken oder die Norwegische Krone.

Die Aktienmärkte zeigen sich derzeit sehr gut und werden durch eine leicht überdurchschnittlich positive Unternehmensberichtssaison sowie positive Stimmungsindikatoren, wie den zuletzt stark angestiegenen ZEW-Index, unterstützt. Die Aufwärtsdynamik hat sich nach den langen Kursanstiegen in dem Bereich durchschnittlicher Bewertungen aber deutlich verlangsamt. Für Neuengagements oder Aufstockungen bietet es sich an, Korrekturen an den Aktienmärkten abzuwarten.

Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung.