Freundliche Stimmung an den Aktienmärkten

Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) ( Stuttgart, )
Konjunkturelle positive Zeichen haben den Aktienmärkten Auftrieb gegeben. Zum einen kam in Deutschland der ZEW-Konjunkturindex und zeigte den stärksten Anstieg seit Erhebung der Daten im Jahre 1991. Damit wird deutlich, dass die Konjunkturerwartungen in den nächsten sechs Monaten äußerst positiv sind. Zusätzlich beflügelte die Anleger, dass das chinesische Wirtschaftswachstum die Prognosen übertroffen hat. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft konnte im vierten Quartal letzten Jahres 8,9 % mehr Wachstum zulegen. Die Negativfaktoren, dass Standard & Poor's die Länder abgeratet hat, zuzüglich der Herabstufung des EFSF-Rettungsschirms, zeigte keinerlei Wirkung. Im Gegenteil, die Nachfrage für den EFSF war höher als das Angebot und auch Spanien konnte seine 10-jährige Anleihe mit einem niedrigeren Zins von 5,14 % am Markt unterbringen. Die Aktienindizes haben alle einen Aufwärtstrend eingenommen, der DAX konnte problemlos die 6.250-Punkte-Marke nach oben durchbrechen und befindet sich auf dem Weg Richtung 6.450/6.500 Punkte. Dies dürfte allerdings ein harter Widerstand sein, das Rückschlagspotenzial liegt nun bei 6.150 Punkten. Der EuroStoxx 50 liegt knapp an seiner Widerstandslinie von 2.400 Punkten, aber im Aufwärtstrend, sodass ein weiterer Anstieg bis 2.500 Punkte möglich erscheint. Der Dow-Jones-Index ist unverändert im positiven Verlauf Richtung 12.600 Punkte.

Es ist erstaunlich, Europa stöhnt unter mangelnden Wachstumsaussichten bzw. einer Rezession, nur Deutschland scheint sich davon immer weiter abzuheben mit einer Prognose von 0,8 % Wachstum gegenüber dem Euroraum von 0,1 %. Auch bei den Unternehmen zeigt sich ein deutlicher Unterschied, insbesondere in der Autobranche heben sich die deutschen Automarken weit ab von den übrigen Europäern. Besser läuft es auch für die deutschen Pharma- und Chemieunternehmen, nicht gut sieht es weiterhin für die Branchen der Banken und Versorger aus und gerade diese zwei Gruppen scheinen es dem deutschen Anleger im letzten Jahr angetan zu haben, denn antizyklisch wurden diese Unternehmen gekauft. Von der Volatilitätsseite ist dies sicherlich die richtige Entscheidung, allerdings nur für Tradinginvestoren, ansonsten dürften diese Branchen auch 2012 auf der Verliererseite stehen. Die Staatenkrise ist nicht vorbei, auch wenn der ein oder andere Anleger scheinbar mit einer Entspannung rechnet. Griechenland stehen noch harte Wochen bis Mitte März bevor und auch für Italien wird es trotz Anstrengungen nicht einfacher werden. Insofern bleiben die defensiven Branchen weiter empfehlenswert, noch ist die Zeit für die Zykliker nicht gekommen. So sehen wir weiterhin positiv die Werte Nestlé, Roche, Coca-Cola und Röhn-Klinikum.
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