Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) ( Stuttgart, )
Viele Analysten scheinen sich im Hinblick auf die Prognosen für 2009 einig zu sein, dass ab Mitte des Jahres eine stabilere Konjunktur zum Tragen kommen wird. Dies bescheinigt jedenfalls die ZEW-Konjunkturerwartungen. Erstaunlich, dass man sich an diesem Index so festhält, in den vergangenen Jahren hat dieser Indikator keine wesentliche Rolle gespielt. Nun gibt sogar die EZB einen Kommentar zu diesem Indikator ab und spricht von guten Nachrichten. Das Ganze sieht eher nach einem Festhalten an einem Strohhalm aus statt nach einem wirklichen Lichtblick für die von Hiobsbotschaften geplagte deutsche Wirtschaft. Kontraproduktiv zu diesem Stimmungsaufheller sind allerdings Äußerungen von Seiten der Weltbank, die glaubt, dass die Finanzkrise wahrscheinlich in die schwerste Rezession seit den 30er-Jahren münden wird. Solche Äußerungen sind wenig hilfreich, um Vertrauen in die Märkte zurückzubekommen. Die Aktienindizes zeigen zurzeit ein relativ stabiles Bild, der DAX bleibt in seiner Schwankungsbreite zwischen 4.250 Punkten und 4.800 Punkten. So dürfte es voraussichtlich auch bis Jahresende bleiben. Der Euro Stoxx 50 befindet sich ebenfalls in einem breiten Seitwärtskanal zwischen 2.000 und 2.200 Punkten. Der Dow-Jones-Index hat kurzfristig seine Widerstandslinie von 9.000 Punkten erreicht, konnte diese aber nicht halten. Die nächste Unterstützungslinie liegt bei 8.500 Punkten. Kann diese nicht gehalten werden, wäre noch einmal ein Rückschlag bis 8.000 Punkte möglich.

Ein technischer Aspekt ist sicherlich für den Investor nicht uninteressant, die Indizes zeigen sich zunehmend immun gegenüber schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft. Dies kann so gedeutet werden, dass der Markt die ungünstigen und vielleicht sogar die schlimmsten Nachrichten erst einmal in den Kursen bereits berücksichtigt hat. Nach dem schlechtesten Oktober seit 40 Jahren scheint sich damit durchaus ein Ende der Durststrecke abzuzeichnen, wobei das erste Vierteljahr in 2009 sicherlich noch mit Widrigkeiten aufwarten wird. Trotz allem dürften die Konjunkturpakete in den kommenden sechs Monaten ihre Wirkung entfalten und somit auch zu einer Beruhigung beitragen. Es bleibt weiterhin lohnenswert, bereits in diesem Jahr nach guten Substanzwerten zu sehen. Darunter verstehen wir unverändert die Bayer, DSM, Nestlé und Royal Dutch. Weiterhin positiv sehen wir auch die Allianz, Siemens und Thyssen.
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