Die Marktmeinung aus Stuttgart

Trotz positivem Konjunkturumfeld bleiben die Aktienmärkte weiter volatil

(lifePR) ( Stuttgart, )
Der Ifo-Geschäftsklimaindex konnte mit seinen Zahlen die Anleger überzeugen. Wieder einmal zeigten sich die befragten Unternehmen bezüglich der Aussichten ihrer Auftragslage in den nächsten sechs Monaten optimistisch. Das deutsche Wirtschaftswachstum verfügt inzwischen über eine stabile Basis und scheint vor Kraft nur so zu strotzen. Die Aktienmärkte wurden zusätzlich unterstützt von den guten Signalen am US-Immobilienmarkt, so dass die Unsicherheit, insbesondere in Europa und hier explizit Griechenland, etwas in den Hintergrund getreten ist. Auffällig ist aber, dass die nun wieder eingetretenen Käufe eher einem Rotationsprozess unterliegen und nicht alle Unternehmen profitieren können. Die Indizes zeigen kein einheitliches Bild. Nachdem der DAX seine Unterstützungslinie von 7.200 Punkten durchbrochen hat, konnte er allerdings die zweite Unterstützungslinie, die bei 7.000 Punkten liegt, noch halten. Die Gegenbewegung dürfte sich aber auch nur in einem begrenzten Rahmen bewegen. Beim Euro Stoxx 50 hat die Unterstützungslinie von 2.550 Punkten bisher gehalten, hier ist der Spielraum ebenfalls begrenzt bis 2.680 Punkte. Der Dow-Jones-Index und der S&P 500 verhalten sich zurzeit konträr. Während der Dow-Jones-Index in seinem Seitwärtskanal zwischen 12.450 Punkten und 12.280 Punkten pendelt, hat der S&P 500 seine Aufwärtslinie nach unten verlassen.

Trotz des Wiederansteigens der Aktienkurse zeigt die hohe Schwankungsbreite, insbesondere vom DAX, die gestiegene Unsicherheit der Investoren. Die Aktienmärkte sind seit der Katastrophe von Fukushima Mitte März in einem ständigen Taumel. Auf der einen Seite stehen die nach wie vor hervorragenden Daten der Konjunktur und damit der Wirtschaftskraft - mit dem Manko, dass hier Deutschland alleine an der Spitze steht. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr neue Daten betreffend die Verschuldungsquote einzelner europäischer Staaten wie auch der USA. Sorgen bereiten muss sicherlich, dass nun auch Italien eine Herabstufung durch die Ratingagentur Moody's hinnehmen musste und als Nächstes Belgien auf dem Prüfstand steht. Der Verschuldungsstand einzelner Länder ist nicht immer klar erkennbar und insofern neigen die Märkte auch zu einer Panik, die die Gefahr von Dominoeffekten mit sich bringt. Das Ausfallrisiko bei Staatsanleihen wird den Anleger auch in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen. Sicher ist, dass eine reine Laufzeitverlängerung nicht ausreichen wird. Insofern spricht einiges dafür, dass die Aktienmärkte als Sachwerte weiterhin die bessere Alternative sind, auch wenn sie mit starken Schwankungen unverändert aufwarten werden. Bei den Rückschlägen wird entscheidend sein, bezogen auf den DAX, ob die 7.000-Punkte-Marke, die nun wieder in Angriff genommen wird, hält. Ansonsten droht ein Rückschlag bis 6.800 Punkte. Ob es allerdings zu so starken Rückgängen kommt, bleibt fraglich. Insofern sind vorsichtige Käufe bei aktuellem Niveau sinnvoll. Wir bleiben weiterhin bei unserer defensiven Strategie und bevorzugen die Branchen Gesundheitswesen, Medizintechnik und den Pharmabereich und hier die Werte Rhön-Klinikum und Bayer. Auf der Basis der Nachhaltigkeit sind in der Versorgerbranche Unternehmen zu bevorzugen, die ihren Schwerpunkt bei den Wasserkraftwerken haben, wie zum Beispiel das österreichische Unternehmen Fortum oder das brasilianische Unternehmen CEMIG.
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