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Pressemitteilung BoxID: 201384 (Bankhaus Ellwanger & Geiger AG)
  • Bankhaus Ellwanger & Geiger AG
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Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Die internationalen Aktienmärkte haben sich entschieden, den Rückwärtsgang einzuschalten. Die nicht unbekannten Sorgen der Verschuldung in einzelnen Ländern Europas sind aus dem Hintergrund wieder nach vorne gespült worden. Griechenland ist mit einem höheren Verschuldungsgrad in die Schlagzeilen geraten, als anscheinend bisher bekannt war, und Irland kämpft aufgrund seiner maroden Banken gegen die Schulden an.

Trotzdem wird von der irischen Regierung gebetsmühlenartig verkündet, dass keine Hilfe von außen nötig sei. Wie bereits schon während der Krise im Frühjahr wird diesen Äußerungen kein Glaube geschenkt und am Anleihenmarkt wird es für die Schuldnerländer immer teurer, Geld zu erhalten, so dass sich der unheilvolle Kreislauf fortsetzen wird. Die Reaktion am Devisenmarkt blieb nicht aus, der Euro fiel zum USD unter 1,35.

Aber auch das Gold scheint augenblicklich nicht en vogue zu sein, hier besteht noch Rückschlagsgefahr bis 1.250 Dollar die Unze. Diese Marke setzt aber auch gleichzeitig wieder klare Kaufsignale. Die Aktienmärkte tun sich nun doch schwer, diese Eckdaten zu ignorieren. Die sehr guten Unternehmenszahlen stehen nicht mehr im Vordergrund. Trotz allem ist der mittelfristige Aufwärtstrend noch nicht gebrochen, kurzfristig sieht der DAX nach einer Konsolidierung aus, die diesen bis 6.500 Punkte zurückfallen lassen kann. Erst bei Erreichen der 6.250- Punkte-Marke wäre Besorgnis angesagt. Der Euro Stoxx 50 liegt knapp oberhalb der Unterstützungslinie von 2.500 Punkten, ein Rückschlag könnte ihn bis 2.400 Punkte fallen lassen, dies ist aber zurzeit nicht zu erwarten. Auch der Dow-Jones-Index hat eine Korrektur vorgenommen, die ihn aber noch nicht unter die 11.000-Punkte-Marke zurückfallen ließ. Hier besteht bei 10.500 Punkten eine gute Unterstützungslinie.

Das gebannte Hinschauen der Investoren auf den Fortgang der Gespräche in Irland ist wichtig, sollte aber nicht überbewertet werden. Die Rückgänge an den Aktienmärkten haben diesem Thema schon genug Rechnung getragen. Ansonsten besteht die Befürchtung, dass eine negative Stimmung "gepflegt" wird.

Zeitgleich zu Europa sehen die Anleger mit Skepsis, dass China noch diese Woche seine Zinsen abermals erhöhen könnte und somit die Straffung seiner Geldpolitik fortsetzt. Erste Kursrückgänge haben die asiatischen Börsen bereits vollzogen.

Es ist zu erwarten, dass auch in den nächsten Tagen die Märkte sehr volatil bleiben. Dies birgt aber auch die Chance, dass insbesondere aus Deutschland die guten Nachrichten wieder zur Kenntnis genommen werden. Der ZEW-Index hat bereits positive Daten geliefert. Der Ifo-Index zeigt allerdings auf, dass es zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums kommen wird.

Trotz allem dürfte der DAX wieder Kursgewinne verzeichnen können. Außerhalb der Aktienmärkte bleibt für den Anleger und Euroskeptiker die Möglichkeit, Anleihen in Norweger- oder Dänenkronen vorzunehmen, und auf der Aktienseite bleiben die defensiven Branchen interessant. Bei den Einzelwerten sehen wir Synthes, Merck und Unilever positiv.